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Veloplus-Tipp #122

Was Sie beim Kauf eines Veloreifens wissen sollten

Hohe Laufleistung, niedriger Rollwiderstand, optimaler Pannenschutz und günstige Anschaffungskosten sind Zielkonflikte. Ein Veloreifen, der in allem brilliert, den gibt es nicht. Ein Tourenfahrer legt zum Beispiel viel Wert auf Pannenschutz und lange Laufleistung. Beim Mountainbiker hingegen ist die Bodenhaftung, für technisch anspruchsvolle Trails, das A und O, während der Rennvelofahrer auf möglichst niedrigen Rollwiderstand und geringes Gewicht setzt.

Schmale vs. breite Reifen

In der Praxis ist der Dämpfungskomfort breiter Reifen deutlich höher als jener schmaler Pneus. Zudem ist das Risiko eines Durchschlags (Snake-Bite) hier deutlich geringer. Ideal also für Alltags- und Genussfahrer, die nur auf gut befestigten Wegen und Asphalt unterwegs sind. Da schmale Reifen aber mit deutlich höherem Luftdruck gefahren werden können und durch das geringere Gewicht auch die rotierende Masse kleiner ist, beschleunigen sie besser. Daher entscheiden sich besonders sportliche Fahrer oft für schmalere Reifen.

Woran erkennt man einen guten Reifen?

Einer der Indikatoren ist der sogenannte TPI-Wert (bei einigen Herstellern auch EPI-Wert genannt). Dieser Wert gibt an, wie viele Fasern die Karkasse pro Zoll hat. Je mehr Fasern, desto leichter, flexibler und schneller ist der Reifen. Ein weiterer Faktor, gerade im Alltags- und Tourenbereich, ist die Qualität des Pannenschutzes. Da gibt es grosse Unterschiede. Hochwertige Reifen haben eine spezielle Pannenschutzeinlage. Eine der bekanntesten und besten Schutzeinlagen ist der Green-Guard von Schwalbe. Für eine gute Bodenhaftung sorgt der verwendete Gummi. Bei hochwertigen Veloreifen werden meist verschiedene Gummimischungen auf der Reifenlauffläche angewendet. Während in der Mitte der Lauffläche ein etwas härterer Gummi verwendet wird, ist die seitliche Lauffläche weicher. Solche Reifen sind in der Regel mit Dual- oder Triple-Compound gekennzeichnet. Das Reifensystem hat ebenfalls Einfluss aufs Fahrverhalten. Die Wahl des Schlauches oder der Verzicht darauf ist von Relevanz.

Optimaler Luftdruck

Ein zu tiefer Reifendruck führt zu höherem Rollwiderstand und reduziert die Lebensdauer der Reifen. Ist der Luftdruck zu tief, können in der Karkasse am Übergang zwischen Lauffläche und Seitenwand schon nach kurzer Zeit sichtbare Risse entstehen. Da das Fahrergewicht und die Zuladung einen wesentlichen Einfluss auf den optimalen Reifendruck haben, ist es nicht möglich, einen generell gültigen Luftdruck für einen Reifen oder ein Fahrrad anzugeben. Als Anhaltspunkt gibt der Hersteller Schwalbe bei einem Fahrergewicht von 75 kg folgende Reifendrücke an (siehe Tabelle). Pro zusätzliches Kilo wird empfohlen, den Druck um 1% zu erhöhen. So sollte zum Beispiel ein 80kg schwerer Fahrer mit 15kg Gepäck den Luftdruck in 40mm breiten Reifen um 20% auf 4.8bar erhöhen. Bei kleineren Rädern (z.B. 20" und kleiner) wird ebenfalls empfohlen, den Druck zu erhöhen. Prüfen Sie den Luftdruck in Ihren Reifen regelmässig, da mit der Zeit immer etwas Luft aus den Schläuchen entweicht.

Reifenbreite Optimaler Luftdruck*

mm Zoll

23mm = 0.90" 8.0bar 25mm = 1.00" 7.0bar 28mm = 1.10" 6.0bar 32mm = 1.25" 5.0bar 35mm = 1.40" 4.5bar 40mm = 1.50" 4.0bar 47mm = 1.75" 3.5bar 50mm = 2.00" 3.0bar 54mm = 2.10" 2.5bar 57mm = 2.25" 2.2bar 60mm = 2.35" 2.0bar

*Annahme: Fahrergewicht 75kg

Verschiedene Masse im Überblick (ev. Nachfolgendes weglassen)

A Aussendurchmesser in Zoll/mm

Aussen-Ø des Reifens in Zoll (Zollmass) oder Millimetern (französisches Mass). Dies ist jedoch nur eine Annäherung. Vorsicht, es existieren hier Sondermasse (z.B. 26" x 13/8“ in Tabelle links unten). Genauer ist das ETRTO-Mass unter D.

B Reifenbreite in Zoll/mm

Breite des Reifens gemessen in Zoll (Zollmass) oder Millimetern (französisches Mass) in aufgepumptem Zustand. Annäherungswert. Genauer ist die Breite im ETRTO-Mass unter C.

C Reifenbreite in mm gemäss ETRTO

Reifenbreite in mm in aufgepumptem Zustand. Da die Breite von Wulst (W) und Stollen (S) bei MTB-Reifen meist voneinander abweichen, geben wir dort zusätzlich diese Masse an. Beachten Sie, dass diese Masse kleiner sind als der Abstand zwischen den Hinterbaustreben.

D Innendurchmesser in mm gemäss ETRTO

Innendurchmesser des Reifens in mm am Draht (dort, wo der Reifen in der Felge ruht). Dieses Mass muss auf den mm genau mit dem Felgendurchmesser am Felgenbett übereinstimmen, damit der Reifen sitzt.

Reifen und Schläuche

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