bis 17.30 Uhr bestellt – morgen geliefert
online bestellen – im Laden abholen
Beratung & Veloservice in allen Läden

Das E-Bike im Alltag – Vom Kaufentscheid bis zur Wartung gut beraten

Der Veloboom, ausgelöst durch die Corona-Pandemie hat alleine im Jahr 2020 zu einem Rekord von über einer halben Million verkaufter Velos in der Schweiz gesorgt. Jedes dritte neu erworbene Fahrrad war ein E-Bike. Längst ist das Elektrovelo voll in unseren Alltag integriert, dabei wird ein breites Spektrum an Nutzungsmöglichkeiten abgedeckt. Die wichtigsten Fakten dazu finden Sie hier.

E-Bike Pendler unterwegs mit dem VADO SL 4.0 EQ aus dem Sortiment von Veloplus

E-Bike-Boom führt zu vielen Fragen

Ein E-Bike unterscheidet sich in wichtigen Aspekten von einem normalen Velo und hat deshalb andere Ansprüche an den Betrieb, die Wartung sowie die Reparatur. Offensichtliche Merkmale eines Elektrovelos sind Motor und Akku. Dazu gehören aber auch Steuerungssoftware für den Fahrkomfort und ein Display mit den wichtigsten Parametern während der Fahrt. Bremsen, Kette und Reifen sind stärkeren Belastungen ausgesetzt. Deshalb sind sie entweder speziell für E-Bikes konzipiert oder müssen häufiger gewartet bzw. ersetzt werden.

Der Umstieg vom Velo ohne Motor auf ein E-Bike oder gar der Einstieg in den Zweiradalltag mittels Elektrovelo führt bei vielen Lenker:innen zu Fragen – vom Kaufentscheid bis zum regelmässigen Service.

Im täglichen Einsatz werden E-Bike-Fahrende aber auch mit Themen konfrontiert, die sie bislang nicht auf dem Radar hatten: Sind alle E-Bikes für den Anhängerbetrieb zugelassen? Wie behebe ich Fehlermeldungen? Darf ich mein E-Bike wie ein normales Velo im ÖV transportieren? Darf ich den E-Bike-Akku im Büro oder in der allgemeinen Tiefgarage laden?

Um unliebsame Überraschungen zu vermeiden, ist es sinnvoll, die Gesetzeslage für E-Bikes sowie die wichtigsten Wartungs- und Pflegetipps zu kennen.

Kaufentscheid – Welcher E-Bike-Typ passt zu mir?

Beim Kauf eines E-Bikes spielen der Einsatz bzw. die Bedingungen, unter denen ein E-Bike gefahren wird, eine wichtige Rolle. Persönliche Vorlieben bezüglich Fahrverhalten und Optik können ebenso berücksichtigt werden. Die folgenden E-Bike-Typen können für die Modellauswahl unterschieden werden:

Alltag-E-Bikes (25 km/h)

Ich möchte locker durch die City cruisen und gelegentlich meine Einkäufe, Kinder oder Gepäck transportieren. Vollausgerüstet (Gepäckträger, Schutzblech, Lichtanlage), starker Mittelmotor. Leicht, wendig, dynamisch, stylisch, praktisch.

Zu den E-Bike-Modellen im Shop

Pendler-E-Bikes (45 km/h)

Ich pendle zur Arbeit und möchte zügig und sicher unterwegs sein. Schnell (45 km/h), gute Lichtanlage, spurtreu, vollausgerüstet.

Zu den E-Bike-Modellen im Shop

Touren-E-Bikes (25 oder 45 km/h)

Ich fahre vorwiegend auf Feld-, Kies- und Wiesenwegen, teils auch auf Strassen. Breite Reifen, Federung, Komfort, Sicherheit und vollausgerüstet.

Zu den E-Bike-Modellen im Shop

E-Mountainbikes (25 km/h)

Ich bin Mountainbiker, auf den Bergen und Trails zuhause. Viel Federweg, breite Reifen, gutes Handling, maximale Unterstützung, starke Bremsen.

Zu den E-Bike-Modellen im Shop

E-Rennvelos / E-Gravelbikes

Ich fahre Passstrassen hoch, möchte kein unnötiges Gewicht und Unterstützung am Berg. Einsatzbereich bis 25 km/h. Leicht, dynamisch, hohe Reichweite, gute Unterstützung am Berg, widerstandslos über 25 km/h.

Zu den E-Bike-Modellen im Shop

E-Lastenvelos (25 km/h)

Ich transportiere regelmässig schwere Gegenstände mit dem E-Bike und benötige hierbei eine grosse Flexibilität. Hohe maximale Zuladung bis zu 200 kg Gesamtgewicht. Ausgestattet mit dem Bosch CX-Motor.

Zum Boost E 10D CX im Shop

Expertenwissen – Kennen Sie die E-Bike-Basics?

Als E-Bike-Fahrer:in sollten Sie mit den wichtigsten Grundbegriffen vertraut sein. Was bedeutet Drehmoment oder Akkukapazität? Was ist der Unterschied zwischen einem Pedelec und einem S-Pedelec? Wer die Antworten kennt, findet sich in der grossen Auswahl an E-Bike-Modellen einfacher zurecht.

Ein E-Bike ist nicht einfach ein normales Velo mit Motor. Zahlreiche Komponenten sind auf spezifische Anforderungen ausgelegt, die beim Fahren mit dem E-Bike auftreten.

Die wichtigsten E-Bike-Begriffe

Pedelec / E-Bike bis 25 km/h

Pedelec (Pedal Electric Cycle) ist der im deutschsprachigen Raum der Fachbegriff für ein motorisiertes Velo, welches zusätzlich zur natürlichen Tretkraft Geschwindigkeiten von bis zu 25 km/h unterstützt. In der Schweiz ist allerdings auch für Pedelecs der Begriff E-Bike geläufig, wenngleich dieser insbesondere in Deutschland für Elektrovelos ohne Pedalunterstützung steht . 

S-Pedelec / Schnelles E-Bike bis 45 km/h

Das «S» in S-Pedelec steht für Speed. Damit sind motorisierte Velos gemeint, die mit Tretkraftunterstützung Geschwindigkeiten von bis zu 45 km/h erlauben. Ihre Dauermotorleistung kann bis zu 1000 Watt betragen, deshalb zählen diese Elektrovelos zur Kategorie der Motorfahrräder. Sie benötigen ein Nummernschild, sind versicherungspflichtig und unterstehen speziellen gesetzlichen Bedingungen.

Wichtig: Es gilt zu unterscheiden zwischen schnellen E-Bikes, welche auf eine höhere Geschwindigkeit ausgelegt sind und starken E-Bikes, die einen Motor mit hohem Drehmoment haben für starke Steigungen oder den Betrieb mit einem Anhänger. Auch ein langsameres E-Bike kann mit einem starken Motor ausgerüstet sein. Informationen dazu finden Sie auf unserer Seite zu E-Bike-Antriebsystemen.

Leistung des E-Bike-Motors (in Watt – Abkürzung W)

Die Leistung definiert, wie stark der Motor maximal unterstützt – wobei die momentane Leistung von der eingestellten Unterstützungsstufe (z.B. Eco oder Turbo) und der Trittfrequenz des Fahrers abhängig ist. Ein Antrieb mit der Angabe 350W erbringt dieses 350 Watt Maximalleistung nicht dauerhaft. Im EU-Raum ist übrigens die Nennleistung von E-Bike-Antrieben auf 250 Watt beschränkt. In der Schweiz gilt die Beschränkung auf maximal 500 Watt.

Drehmoment des Motors (in Newtonmetern – Abkürzung Nm)

Beim E-Bike ist das Drehmoment ein Indikator für die zur Verfügung stehende Unterstützungskraft und ist besonders bei tiefer Trittfrequenz entscheidend. Je höher das Drehmoment, desto mehr Power am Hinterrad. Dies erhöht die Kraft beim Losfahren, was wiederum das Anfahren am Berg erleichtert. Die meisten E-Bike-Motoren verfügen über 60 bis 90 Nm. Es gibt jedoch auch wenige E-Bikes, die über 100 Nm Drehmoment verfügen. Mehr zu den unterschiedlichen E-Bike-Motoren erfahren Sie in unserem Ratgeber E-Bike-Antriebe.

Kapazität des Akkus (in Wattstunden – Abkürzung – Wh)

Vereinfacht gesagt, definiert diese Kennzahl, wie lange der Akku maximal Strom für den Antrieb des Elektrovelos liefern kann. Rechenbeispiel: Eine Akkukapazität von 400Wh bedeutet, dass man theoretisch unter Idealbedingungen während 2 Stunden mit 200 Watt Motorleistung fahren kann.

Einige Hersteller geben die verfügbare Energie der Akkus in Wattstunden an, andere nennen Spannung (V) und die Ladung (Ah). Wenn ein Akku mit 360 Wattstunden deklariert wird, kann er dieselbe Energiemenge speichern, wie wenn er 36 Volt Spannung und eine Kapazität von 10 Amperestunden aufweist (36V x 10Ah = 360 Wattstunden). Mit Stütz-/ Zusatzakkus, auch Range Extender genannt, kann die Akkukapazität erweitert werden.

Die tatsächliche Kapazität des Akkus hängt von der Aussentemperatur ab (weniger Kapazität bei grosser Hitze oder kalten Temperaturen). Ausserdem nimmt die Kapazität des Akkus mit zunehmender Lebensdauer und der Anzahl Ladezyklen ab. Die Restkapazität Ihres Akkus sollten Sie regelmässig testen lassen.

Reichweite

Die Reichweite gibt einen Anhaltspunkt, wie weit man mit einer Akkuladung kommt. Die Reichweite wird für jeden Unterstützungsmodus individuell angegeben. Allerdings handelt es sich dabei um stark idealisierte Richtwerte. In der Realität beeinflussen diverse Faktoren die tatsächliche Reichweite.

Kaufberatung und E-Bike-Testflotte von Veloplus

Möchten Sie ein neues E-Bike kaufen? Bei Veloplus können Sie einen gratis Beratungstermin buchen. Unsere Verkaufsberaterinnen und -berater begleiten Sie gerne auf dem Weg zu Ihrem neuen E-Bike. Dabei werden die persönlichen Bedürfnisse und der Einsatzzweck gemeinsam mit Ihnen analysiert.

Sind Sie sich unsicher, ob das favorisierte E-Bike das richtige ist für Sie? Zur Verkaufsberatung bei Veloplus gehört bei Bedarf auch das Testen verschiedener E-Bike-Modelle. Möchten Sie ein E-Bike aus der Testflotte bis zu drei Tagen auf Ihrer Lieblingsstrecke testen, hilft Ihnen unser Beratungsteam gerne weiter. Ebenso sind bei trockener Witterung kurze Probefahrten vor den Veloplus-Läden möglich. 

Test-E-Bike von Veloplus - Spezialized VADO SL 4.0 EQ (im Vordergrund)

Test-E-Bike von Veloplus - Trek RAIL 9.7 Bosch CX (im Vordergrund)

Veloplus-Tipp #170

E-Bike Kauf – Persönliche Beratung ist wichtigLassen Sie sich vor dem Kauf eines E-Bikes umfassend beraten. Denn je nach Einsatzbereich und Fahrstil ist ein anderes Elektrovelo die richtige Wahl für Sie. Möchten Sie das E-Bike in Kombination mit einem bereits vorhandenen Anhänger oder Kindersitz benutzen, bringen sie diesen am besten zur Beratung mit.

Mit dem E-Bike unterwegs. Worauf muss ich achten?

Je nach Nutzung des E-Bikes im Alltag spielen andere Aspekte eine Rolle. Nachfolgend finden Sie für jedes Einsatzgebiet die wichtigsten Informationen.

Mit dem E-Bike pendeln

Sichtbarkeit im Stadtverkehr

Wer das E-Bike zum Pendeln verwendet, ist oft während Stosszeiten im Stadtverkehr unterwegs. Eine gute Sichtbarkeit ist deshalb sehr wichtig, und es empfiehlt sich, bei der Bekleidung auf helle, auffällige Farben zu setzen. Für zusätzliche Sicherheit empfiehlt Veloplus reflektierende Produkte, wie beispielsweise eine Leuchtweste zu tragen. Gesetzlich vorgeschrieben ist bei allen Fahrrädern ein funktionierendes Vorder- und Rücklicht.

Die gesetzliche Lage für E-Bikes

Bei den gesetzlichen Vorschriften wird zwischen schnellen und langsameren E-Bikes unterschieden. Für schnelle E-Bikes (S-Pedelecs) mit einer Tretunterstützung bis 45 km/h gibt es zusätzliche Vorschriften, welche für die langsamen E-Bikes mit einer Tretunterstützung bis 25 km/h nicht gelten. So ist bei einem S-Pedelec beispielsweise das Tragen eines Velohelms (gemäss Norm EN 1078) sowie ein Rückspiegel auf der linken Lenkerseite vorgeschrieben. Da die schnellen E-Bikes in die Kategorie der führerschein- und versicherungspflichtigen Kleinkrafträder bzw. Motorfahrräder fallen, benötigen sie ein gelbes Nummernschild. Einen guten Gesamtüberblick über die gesetzliche Lage für E-Bikes in der Schweiz gibt es in unserem E-Bike-Ratgeber.

Gut sichtbar unterwegs mit dem E-Bike im Stadtverkehr

Für schnelle E-Bikes gilt eine allgemeine Helmpflicht

Für die schnellen E-Bikes gibt es einige Vorschriften und Gesetze welche für die langsamen E-Bikes nicht gelten.

Die richtige Ausrüstung

Viele Menschen im urbanen Raum benutzen das E-Bike zum Pendeln ins Büro. Da fast alle City-E-Bikes mit stabilen Gepäckträgern ausgestattet sind, ist die empfohlene Ausrüstung für das Transportieren von Laptop, Ordnern, Verpflegung und sonstigen Gegenständen eine Velotasche oder ein Taschen-Set. Bei der Auswahl der Velotasche gilt es sich Gedanken zu machen, ob auf reflektierende Modelle gesetzt werden soll - oder eher auf stylische, urbane Velotaschen, welche auch zu einer Officetasche umfunktioniert werden können. Für Velopendler mit sportlichen City-E-Bikes ohne Gepäckträger biete Veloplus eine breite Palette an City- und Urbanrucksäcken an.

Welchen E-Bike-Motor brauche ich zum Pendeln?

Wer primär in urbanem Gebiet pendelt, muss nicht unbedingt auf ein schnelles E-Bike mit Hochleistungsmotor setzen. Veloplus empfiehlt dafür beispielsweise ein E-Bike mit dem Antriebssystem Active Line Plus von Bosch – eine robuste Unterstützung mit der man schnell und sicher von A nach B kommt. Wenn Sie in kurzer Zeit längere Distanzen zurücklegen müssen, weil Sie in einem Vorort leben und in die Innenstadt pendeln, sollten Sie die Anschaffung eines schnellen E-Bikes ins Auge fassen. Eine Option wäre beispielsweise der Bosch-Motor Performance Line Speed mit einer Unterstützung bis 45 km/h. Das Befahren von Waldwegen ist damit allerdings nicht erlaubt. 

Mehr Informationen und ein Überblick über die verschiedenen Antriebssysteme finden Sie im E-Bike-Ratgeber Antriebssysteme.

Das E-Bike als Transportmittel nutzen

Häufig spielt bei der E-Bike-Beratung von Veloplus das Thema Kinder- und Warentransport eine wichtige Rolle. Egal ob Sie mit einem Veloshopper ihre Einkäufe erledigen wollen, ihre Kinder mit einem Kinderanhänger oder Kindersitz in die Schule oder zum Kindergarten bringen, oder mit einem Transportanhänger ihre schweren Güter aus dem Baumarkt nach Hause bringen, mit dem richtigen E-Bike und dem passenden Veloanhänger ist das kein Problem. Unser Sortiment umfasst verschiedenste Anhänger für alle Einsatzbereiche von Top-Marken wie Thule, Burley, Leggero, Croozer, Chariot, Tout Terrain. Und wer beim Transport mit dem E-Bike auf die richtige Motoren-Power setzt, beispielsweise den kräftigen Bosch Performance Line CX, dem macht auch der Transport mit dem Elektrovelo Freude. 

Kindertransport mit dem E-Bike: Kindersitz oder Kinderanhänger?

Veloplus empfiehlt beim regelmässigen Transport von Kindern mit E-Bikes grundsätzlich die Nutzung eines Kinderanhängers für eine erhöhte Sicherheit. Kinderanhänger haben zudem den Vorteil, dass mehr Stauraum für Material zur Verfügung steht und sie auch zum Joggen oder Einkaufen mit den Kindern verwendet werden können. Ein Kindersitz hingegen ist dagegen deutlich leichter, braucht weniger Platz zu Hause und kostet auch weniger.

Cargovelos für den Kindertransport

Cargobikes mit Elektroantrieb erfreuen sich einer hohen Beliebtheit für den Kindertransport. Für deren Einsatz sprechen die folgenden Argumente:

  • Sie sehen "cool" aus
  • Als Fahrer:in haben Sie ihre Kinder jederzeit im Auge
  • Die Aussicht erhöht den Spassfaktor für die Kinder

Die folgenden Fragen sollten Sie vor einem möglichen Kauf für sich beantworten:

  • Nicht überall können Wartung und Service durchgeführt werden. Gibt es in meiner Nähe eine Werkstatt für Reparaturdienstleistungen an Cargo-E-Bikes?
  • Habe ich an meinem Wohnort genügend Platz für die Unterbringung eines derart grossen Velos?
  • Kann ich mir vorstellen, ein Cargobike für's Pendeln oder Freizeitausflüge zu nutzen?

Die gesetzliche Lage für den Kindertransport mit E-Bikes

Auch beim Kindertransport gibt es gesetzliche Unterschiede zwischen den schnellen und langsamen E-Bikes. Während bei den schnellen E-Bikes nur ein Kind auf einem Kindersitz erlaubt ist, sind bei einem langsamen E-Bike zwei Kinder auf Kindersitzen erlaubt. In einem Kinderanhänger dürfen bei beiden E-Bike-Kategorien zwei Kinder transportiert werden. Mehr Informationen zum Kinder- und Warentransport gibts in unserem E-Bike-Ratgeber.

Ein Helm für Kinder ist weder im Anhänger noch im Sitz Pflicht. Bei einem Kindersitz empfiehlt Veloplus aber unbedingt das Tragen eines Helms.

Wie funktioniert die Montage eines Kinderanhängers am E-Bike?

Ein Kinderanhänger wird in der Regel an der Hinterachse des E-Bikes mit einer Deichsel und Kupplung angebracht. Um den Anhänger mit der Achskupplung am Hinterrad zu befestigen, ist entweder ein Adapter oder eine spezielle Achse nötig. 

Die eingesetzten Komponenten hängen einerseits vom Modell des Anhängers und andererseits vom E-Bike ab, welches den Anhänger zieht. Wird derselbe Anhänger in Kombination mit mehreren E-Bikes verwendet, kann es sein, dass unterschiedliche Adapter oder Achsen benötigt werden. Umgekehrt kann nicht ohne weiteres ein neuer Anhänger an ein E-Bike angehängt werden, welches bereits mit einer Kupplung ausgestattet ist.

Wird innerhalb von Familien oder im Bekanntenkreis Velo oder Anhänger für spontane Ausfahrten das Velo oder der Anhänger gewechselt, ist also in jedem Fall die Kompatibilität der eingesetzten Systeme zu prüfen. Müssen Kupplungen ummontiert werden, ist das richtige Anzugsdrehmoment für die Achsmutter zu beachten. Fehlmanipulationen können schwere Unfälle zur Folge haben. Wir empfehlen im Zweifelsfall die Montage durch Fachpersonal, z.B. in den Werkstätten von Veloplus.

Beim Neukauf eines E-Bikes oder Anhängers empfehlen wir eine persönliche Beratung. Zwar finden sich im Internet hilfreiche Informationen, es können aber nicht sämtliche Kombinationen von Velo- und Anhängermodell abgedeckt werden. Oft spielen kleine Details wie Achslänge oder Gewindetyp eine wichtige Rolle – ärgerliche Fehlkäufe sind nicht ausgeschlossen. Bestehende Velos bzw. Anhänger sollten zur Kaufberatung mitgebracht werden, damit das richtige Zubehör gleich mitgekauft oder bestellt werden kann. Im Veloplus-Sortiment finden sich auch diverse Ersatzteile für den sicheren Anhängerbetrieb.

Nebst der Montage an der Hinterradachse ist eine Verbindung mit der Sattelstütze möglich. Hierbei sind die starken Hebelkräfte zu beachten, welche auf die Sattelstütze wirken können. Veloplus empfiehlt eine Beratung durch Fachpersonal, um Beschädigungen am E-Bike oder Unfälle zu vermeiden.

Welche E-Bike Modelle eignen sich für den Kindertransport?

Grundsätzlich ist festzuhalten, dass Hersteller von E-Bikes deklarieren, ob ein bestimmtes Modell für den Anhängerbetrieb zugelassen ist. Insbesondere muss der Rahmen die starke Beanspruchung durch einen Anhänger aushalten. Die Beschädigung ihres E-Bikes oder schwere Unfälle können die Folge unsachgemässer Nutzung sein.

Bezüglich Motor und Akku spielen Faktoren wie Gelände, die mit dem Anhänger zurückgelegte Strecke sowie die Zuladung (Anzahl und Gewicht der Kinder) eine wichtige Rolle. Der Motorenhersteller Bosch hat mit seiner Performance Line CX oder der Cargo Line Antriebe entwickelt, welche für besonders viel zusätzliche Kraft beim Treten sorgen. Nicht geeignet für den Anhängerbetrieb sind Antriebe, die für eine sanfte Unterstützung von sportlichen E-Bike-Fahrer:innen ausgelegt sind. Auch hier empfehlen wir die Beratung durch Veloplus-Experten in den Veloplus-Läden.

Typisches Einsatzgebiet eines E-Bikes: Kindertransport in der Stadt.

Bei der Nutzung von Kinderanhängern im Gelände wirken starke Kräfte auf den Rahmen ihres E-Bikes.

Das wichtigste zum Kindertransport im Überblick

Veloplus-Tipp #117

Kindersitz oder Anhänger?Beim Kindertransport ist zwischen Kinderanhängern und Kindersitzen zu unterscheiden. Kinderanhänger sind nicht nur für's Velo, sonder auch beim Joggen, Skaten oder Einkaufen einsetzbar. Sie schützen das Kind vor Regen, Sonne und Insekten und ermöglichen den Warentransport. Kindersitze hingegen sind klein, handlich und die günstige Alternative zu Kinderanhängern. Grundsätzlich sind sie für kürzere Fahrten auf dem Asphalt geeignet.

Ich bin auch ein Lastenvelo - E-Bike mit Transportanhänger oder Velotasche für den Warentransport

Wer die volle Flexibilität sucht, ist mit einer Kombination aus E-Bike und Transportanhänger gut beraten. Für kleinere Einkäufe eignet sich oft sogar eine gute Velotasche, welche am Gepäckträger befestigt werden kann.

Bei Veloplus finden Sie ein umfangreiches Sortiment ein Transportanhängern, Veloshoppern oder Velotaschen unterschiedlicher Marken. Mit dem Transportanhänger "Fourmi" hat Veloplus eine eigene Lösung für den Warentransport entwickelt.

Wichtig: Möchten Sie mit einem E-Bike sowohl einen Kinder- als auch einen Transportanhänger ziehen, werden diese allenfalls unterschiedliche Kupplungssysteme benötigen.

Die gesetzliche Lage für den Warentransport

Beim Warentransport mit dem E-Bike gilt, dass Anhänger und Transportgut maximal 1 Meter breit sein dürfen. Das maximale Transportgewicht inklusive Anhänger beträgt 80 Kilogramm und das maximale Gewicht von Fahrer, Anhänger und Transportgut darf maximal 280 Kilogramm betragen. Hinten herausragendes Transportgut muss mit einem Wimpel gekennzeichnet sein.

Welche E-Bikes sind für den Anhängerbetrieb zugelassen?

Informieren Sie sich vor dem Kauf in einer Kaufberatung, welche E-Bike-Antriebssysteme für den Anhängertransport geeignet sind. Für Transportanhänger gilt prinzipiell dasselbe wie für Kinderanhänger. Setzen Sie auf einen stabilen Motor und nicht auf die Leichtgewichte unter den E-Bikes. Gut geeignet für das Ziehen eines Anhängers ist beispielsweise die Performance-Linie CX von Bosch.

Bequem und unkompliziert einkaufen: E-Bike in Kombination mit einem Veloshopper.

Wie gross ist die Reichweite eines E-Bikes?

Die wohl meistgestellte Frage: Wie weit komme ich mit einer Akkuladung? Eine Pauschalantwort gibt es nicht, weil die Reichweite von vielen Faktoren abhängt: Fahrergewicht und Zuladung, Fahrstil, Wind, Aussentemperatur, Bodenverhältnisse, Topografie oder etwa Reifendruck. Daher sind Herstellerangaben stets mit Vorsicht zu geniessen. Wer Strecken unter 30 Kilometern fährt, muss sich um die Reichweite keine Gedanken machen. Wer eine längere Tagestour in Angriff nimmt, sollte auf jeden Fall mit voll geladenem Akku starten und nach selber gesammelten Erfahrungswerten den Fahrstil beziehungsweise die Unterstützungsstufe anpassen. Auch E-Bike-Hersteller bieten mittlerweile Hilfe: Die Smart Control-Funktion von Specialized regelt beispielsweise die Motorunterstützung abhängig von der geplanten Tour automatisch.

Vor längeren Fahrten zu prüfen: Habe ich noch genügend Restladung im Akku?

Genügend Energie für anspruchsvolle Trails. Moderne E-Mountainbikes sind auch in den Bergen ein zuverlässiger Begleiter.

Diese Faktoren beeinflussen die Reichweite

Unterstützungsstufe und Durchschnittsgeschwindigkeit

Den grössten Einfluss auf die Reichweite einer Akkuladung haben das gewählte Programm – Eco, Tour, Sport oder Turbo – und die damit zusammenhängende Durchschnittsgeschwindigkeit. Wer gemächlich und mit möglichst viel eigener Muskelkraft fährt, kommt am weitesten. Wer hingegen sein 45 km/h Bike am oberen Limit fährt, sollte vorher sicherstellen, dass eine Akkuladung für die gesamte Strecke reicht.

Trittfrequenz und Fahrstil

Je höher die Trittfrequenz – also je mehr Umdrehungen der Pedalen pro Minute – desto höher der Wirkungsgrad des Antriebs. Ideal sind 70 bis 85 Umdrehungen pro Minute. Daher den Gang immer so wählen, dass man für eine Pedalumdrehung etwas weniger als eine Sekunde benötigt.

Für häufiges Stop and Go im Stadtverkehr sind E-Bikes bezüglich Komfort und Sicherheit (leichte “Mitschwimmen” im Verkehrsfluss) besonders geeignet. Allerdings benötigt ein solches fahrverhalten aufgrund der häufig nötigen Beschleunigung mehr Energie aus dem Akku als ein konstantes Fahren.

Fahrer- und Transportgewicht

Je schwerer Fahrer und Gepäck, umso mehr muss der Motor leisten – und desto schneller ist der Akku leer. Was banal klingt, kann gerade bei wenig vorhandener Restladung und bei Steigungen zu unliebsamen Überraschungen sorgen, wenn man auf dem Display mitverfolgen kann, wie die vorhandene Ladung unter den Pedalen wegschmilzt. Bei hoher Zuladung ist eine vorausschauende Planung ratsam.

Daneben spielt aber auch der Luftwiderstand eine grosse Rolle. Offene Kinderanhänger wirken wie ein Luftsack und führen dazu, dass der Motor deutlich mehr leisten muss. Ebenso verringert das Tragen von offenen Wind- oder Regenjacken während schneller Fahrt die Reichweite des E-Bikes.

Akkukapazität

War früher eine Akkukapazität von 400 Wh der Standard, gibt es mittlerweile moderne Powerpacks von 500 oder 625 Wh bis zu 750 Wh-Akkus. Ausserdem bietet Bosch für bestimmte Antriebstypen Range Extender oder ein DualBattery Sytem mit doppelter Kapazität an. Mit zunehmender Benutzung und den damit verbundenen Ladezyklen nimmt die Kapazität eines Akkus ab. Ab einem Alter von 2 bis 3 Jahren empfehlen wir einen regelmässigen Akku-Kapzitätstest.

Reifenprofil und Luftdruck

Je schlechter gepumpt und je grobstolliger der Reifen, umso mehr bremst dieser – was die Reichweite spürbar heruntersetzt.

Streckenprofil

Hügelige Strecken bzw. solche mit häufigen Richtungs- und Tempowechseln erhöhen den Energieverbrauch massiv. Wird eine Steigung locker mit Motorunterstützung befahren, wird oft unterschätzt, wie viel der Antrieb leisten muss. Persönliche Erfahrungswerte helfen dabei, die Reichweite zu optimieren.

Wind und Untergrund

Gegenwind und schlechter Untergrund bremsen das E-Bike deutlich ab – was vom Antrieb laufend kompensiert werden muss. Bei Strecken, welche von der Länge im Bereich des Reichweitenlimits liegen, sollten diese Faktoren berücksichtigt werden.

Je aufrechter die Sitzposition, umso grösser der Luftwiderstand – und desto kleiner die Reichweite.

Kälte

Bei Temperaturen unter 10 Grad und darunter nimmt die verfügbare Akkukapazität bei gleicher Fahrweise schneller ab, als üblich - sie schaden dem Akku allerdings längerfristig nicht. Isolierende Neoprenhüllen für Akkus schaffen hier Abhilfe, um die Reichweite auch bei kalten Temperaturen zu optimieren.

Wer eine längere Tagestour in Angriff nimmt, sollte auf jeden Fall mit voll geladenem Akku starten und nach selber gesammelten Erfahrungswerten den Fahrstil beziehungsweise die Unterstützungsstufe anpassen.

Der Bosch Reichweiten-Assistent

Sie möchten wissen wie weit Sie mit ihrem E-Bike kommen? Berechnen Sie jetzt ihre Reichweite. Mit dem Reichweiten-Assistent von Bosch können Sie alle Bedingungen genau auf ihre nächste Tour und ihren Fahrstil anpassen. So können Sie individuell auf Sie abgestimmt berechnen, wie viele Kilometer Sie mit ihrem E-Bike ungefähr zurücklegen können.

Jetzt meine Reichweite berechnen

5 Tipps von Veloplus zur Fehlerbehebung beim E-Bike

Tipp #1

Schalten Sie das E-Bike ein bevor Sie die Pedalen belasten. Bei vielen E-Bikes wird eine Fehlermeldung ausgelöst, wenn das Pedal zu früh belastet wird. Deshalb: E-Bike einschalten - aufsitzen - losfahren.

Tipp #2

Die Hauptfehlerquelle bei E-Bikes liegt beim Display. Bei falsch eingesetztem Display kann die Antriebssteuerung nicht funktionieren. Entfernen Sie dieses und kontrollieren Sie die elektronischen Kontaktpunkte an der Halterung und am Display, diese sind häufig durch Staub verschmutzt. Trocknen Sie die Kontaktpunkte ohne Reinigungsmittel mit einem Lappen. Wichtig: Das Display wieder richtig einsetzen, achten Sie dabei auf das korrekte Einrasten (Klickgeräusch).

Tipp #3

Wenn sich dein E-Bike nicht einschalten lässt, deutet das auf ein Problem am Akku hin. Häufige Ursachen sind verschmutzte/korrodierte Kontakte oder ein nicht vollständig eingerasteter Akku. Gleiches gilt für die Ladebuchse Ihres E-Bikes: Kontakte bei Ladegerät und E-Bike regelmässig prüfen und bei Bedarf mit einem Lappen reinigen (ohne Reinigungsmittel).

Prüfen Sie bei Nicht-Gebrauch regelmässig den Akku-Ladestand. Um den Akku zu schonen, sollte er nie ganz leer gefahren und nach einer vollständigen Aufladung nicht für längere Zeit stehengelassen werden. Im Winter empfiehlt es sich, den Akku bei 10 bis 20 °C zu lagern und erst vor Fahrtbeginn einzusetzen.

Tipp #4

Kontrollieren Sie den Geschwindigkeitssensor am Hinterrad. Ist der Sensor oder der Magnet verschmutzt, stört dies das Signal. Wichtig: Sensor und Magnet müssen übereinanderliegen und einen Abstand von 5 bis 17 mm haben, damit die Komponenten einwandfrei funktionieren.

Tipp #5

Kontrollieren Sie die Kabelverbindungen, die von der Displayhalterung wegführen. Möglicherweise haben sich Steckerverbindungen gelöst – dann stecken Sie diese wieder zusammen und prüfen, ob die Kabel mögliche äussere Beschädigungen aufweisen. Auch zu stark angezogene Kabelbinder können ein Problem sein, nutzen Sie daher besser Spiralband als Kabelführung.

Wichtig: Gibt es keine sichtbaren Steckverbindungen an ihrem E-Bike, öffnen Sie auf keinen Fall die Motorabdeckung. Dies sollte ausschliesslich durch eine geschulte Fachperson erfolgen.

E-Bike-Service bei Veloplus

Wenn alle diese Massnahmen nichts nützen, liegt allenfalls ein Defekt vor, der durch geschultes Fachpersonal behoben werden muss. Wir empfehlen einen E-Bike-Service in unseren Werkstätten. Diesen können Sie bei Veloplus auch ganz bequem online buchen. Bitte beachten Sie, dass nur bestimmte E-Bike-Motoren durch Veloplus gewartet werden.

Fazit des Veloplus-Experten

Raphael Müller ist Produktmanager bei Veloplus und verantwortlich für den gesamten Velo- und E-Bike-Bereich. Er ist selbst ein leidenschaftlicher Biker und kennt sich bestens aus mit den verschiedenen Velomodellen und deren Einsatzmöglichkeiten. Hier gibt er wertvolle Tipps und Empfehlungen damit Sie zum E-Bike-Experten oder zur Expertin werden.

«E-Bikes sind eine Wissenschaft für sich. Auch deshalb forschen E-Bike-Hersteller ständig weiter und bringen neue Innovationen hervor. Der Motor alleine sagt jedoch nichts über ein angenehmes Fahrgefühl aus. Viel wichtiger ist die Schnittstelle zwischen Mensch und Motor, die sich durch die Motorsoftware ergibt. Ebenso spielt das persönliche Empfinden eine wichtige Rolle. Das Ziel ist klar: Ein möglichst harmonisches Zusammenspiel. Deshalb empfehle ich Ihnen, vor dem Kauf verschiedene Motorensysteme zu testen. Diese Chance haben Sie bei Veloplus! Wir haben eine Testflotte mit unterschiedlichen Motoren und Antriebssystemen – und kompetente Berater:innen, die Ihnen gerne weiterhelfen.»

Fragen und Antworten zum Thema E-Bike - FAQ

Akku und Motor

Darf ich meinen E-Bike-Akku im Büro aufladen?

Wer mit dem E-Bike zur Arbeit pendelt, möchte allenfalls den Akku im Büro aufladen. Ob dies erlaubt ist, liegt im Ermessen des Arbeitgebers und bedarf auf jeden Fall dessen Zustimmung. Wer den Akku ohne vorherige Nachfrage am Arbeitsplatz auflädt, muss mit arbeitsrechtlichen Konsequenzen rechnen. Es ist auch zu beachten, dass das Laden eines E-Bike-Akkus in Innenräumen immer ein Feuerrisiko darstellt. Gerade in Büros mit strengen Brandschutzvorschriften ist diesem Umstand Rechnung zu tragen. Am besten fährt, wer den Arbeitsweg von zu Hause immer mit vollem Akku in Angriff nimmt und ihn im Büro nicht laden muss, um wieder nach Hause zu kommen.

Darf ich meinen Akku im öffentlichen Veloraum oder Keller von meinem Haus laden?

Wenn alle Mieter:innen sich einen gemeinsamen Veloraum teilen ist die Antwort nein. Man darf nicht Strom der Allgemeinheit für private Zwecke beziehen und die Kosten dann auf alle verteilen. Ausnahmen dieser Regel gibt es nur, wenn in der Hausordnung das Laden von E-Bikes in allgemeinen Räumen vorgesehen ist oder der Mieter mit dem Vermieter eine separate Vergütungsvereinbarung abschliesst. Bei einem privaten Kellerraum, der direkt an den Stromzähler der eigenen Wohnung angeschlossen ist, ist es kein Problem, da so die Kosten selbst getragen werden. (Quelle: HEV Schweiz)

Wie wähle ich den richtigen E-Bike Motor?

Spezifische Motoren gehören fest zu einem bestimmten E-Bike.  Sie können also nicht ein E-Bike-Modell kaufen und es mit einem Motor ihrer Wahl ausstatten. Überlegen Sie sich beim Kauf gut, was für ein E-Bike für welchen Einsatzzweck Sie benötigen. Basierend auf dieser Entscheidung wählen Sie dann ein E-Bike-Modell, dass für den entsprechenden Einsatzbereich konzipiert ist und somit auch den dafür passenden Motor verbaut hat.

Darf ich meinen Motor durch einen besseren ersetzen oder auftunen?

Nein! Ein E-Bike verliert die Garantie, wenn Sie am Motor herumbasteln oder die Motorenabdeckung entfernen. Haben Sie beim Kauf die richtigen Kriterien beachtet, wird ein Motorenwechsel nicht nötig sein.

Wie lagere ich meinen E-Bike-Akku korrekt?

Die ideale Temperatur beträgt zwischen 10° C und 20° C, der Lagerort muss zudem trocken sein. Extreme Temperaturen von unter 10° C und über 60° C sind zu vermeiden. Idealerweise sollte der Akku beim Einlagern einen Ladezustand von 60 % aufweisen – so lagert er am entspanntesten.

Wichtig ist auch, dass ein Akku nie ganz leer gefahren werden sollte, sondern immer eine Restladung vorhanden ist.

Wie lange braucht ein E-Bike-Akku, um voll aufgeladen zu sein?

Ein vollständiger Ladezyklus beträgt je nach Modell zwischen 2,5 und 4,5 Stunden. Moderne Akkus lassen sich auch nur teilweise aufladen, ohne dass dies schadet.

Mit dem E-Bike unterwegs

Darf ich mein E-Bike wie ein normales Velo im ÖV transportieren?

Bei Zugreisen innerhalb der Schweiz und dem Nahverkehr mit Bus und Tram, gelten für E-Bikes dieselben Bestimmungen wie für unmotorisierte Fahrräder. Es muss ein Ticket für das Velo gelöst werden. Beim Fernverkehr in der Schweiz mit IC-/EC-Zügen, braucht es ausserdem eine Veloreservation bei der SBB. Für Reisen mit dem Zug ins Ausland sollten  immer die Informationen des entsprechenden Landes konsultieren werden (zum Beispiel auf der Internetseite der Deutschen Bahn für Deutschland). Informationen zu Reisen mit dem E-Bike im ÖV (Schweiz und Ausland)

Kann ich E-Bikes auf einem Fahrradträger für mein Auto transportieren?

Es gibt Fahrradträger für die Montage auf Anhängerkupplungen, welche speziell für den Transport von E-Bikes konzipiert sind, da sie über eine höhere Tragfähigkeit verfügen. Auch bei derartigen Systemen ist darauf zu achten, dass das Zulässige Maximalgewicht durch den Transport mehrerer E-Bikes nicht überschritten wird. Nicht zugelassen für den Transport von E-Bikes sind Veloträger, welche direkt an der Heckklappe eingehängt werden (ohne die Nutzung der Anhängerkupplung).

Wir empfehlen zudem, Akkus beim Transport der E-Bikes auf Fahrradträgern immer zu entfernen.

Werden E-Bikes und normale Velos gleichzeitig transportiert, sind die schweren E-Bikes nahe beim Fahrzeugheck zu befestigen und nicht auf den äussersten Trägern.

Aufgrund der grösseren Rahmen beanspruchen E-Bikes häufig mehr Platz als normale Velos. Beim Transport mehrerer Bikes ist darauf zu achten, dass sich die Velos nicht gegenseitig berühren. Erschütterungen während der Fahrt können ansonsten zu Beschädigungen am Rahmen führen.

Kann ein E-Bike von mehreren Familienmitgliedern geteilt werden?

Gerade wenn primär Kinder transportiert oder Einkäufe mit dem E-Bike erledigt werden sollen, denken Familien über die Anschaffung eines E-Bikes nach, welches von beiden Eltern geteilt wird. Wie normale Velos gibt es jedes E-Bike-Modell in verschiedenen Grössen. Die Rahmengeometrie ist dabei auf die Körpermasse angepasst. Wird bei der Grössenwahl ein Kompromiss eingegangen, sollte man sich gut überlegen, ob das E-Bike von jemandem auch für längerere Strecken genutzt wird. Eine falsch gewählte Grösse kann hier zu Haltungsschäden und Schmerzen am Bewegungsapparat führen.

Dürfen Kinder und Jugendliche E-Bike fahren?

Seit Dezember 2020 ist in der Schweiz die Benutzung von E-Bikes für Kinder ab 12 Jahren mit strengen Auflagen für die touristische Nutzung in wenig befahrenen Gebieten erlaubt. Ansonsten müssen Jugendliche mindestens 14 Jahre alt sein, um in der Schweiz mit einem langsamen Elektrovelo (Tretunterstützung bis 25 km/h) fahren zu dürfen. Zusätzlich benötigen unter 16-Jährige den Mofa-Führerschein (Kat. M). Ab 16 Jahren dürfen sich Jugendliche prüfungsfrei auf einen E-Bike-Sattel schwingen. Mehr Informationen im Veloplus-Blog: Kinder auf E-Bikes.

Wartung und Pflege

Muss ich mein E-Bike regelmässig in den Service bringen?

Ein regelmässiger E-Bike-Service ist sehr empfehlenswert. Durch die Geschwindigkeiten eines E-Bikes werden Antriebs- und Bremskomponenten sowie die Reifen stark beansprucht. Der Verschleiss kann, wenn er zu spät erkannt wird, zu Beschädigungen oder Unfällen führen. Ebenso sollte der Motor und die elektrischen Kontakte überprüft und professionell gereinigt werden. Ein jährlicher Check-up lohnt sich sehr, damit Sie lange Freude an ihrem E-Bike haben.

Kann ich mein E-Bike im Regen stehen lassen? Die richtige Aufbewahrung

Natürlich sollte man es immer vermeiden, ein E-Bike oder Fahrrad konstant der Witterung auszusetzen und es am besten in einer Garage oder unter einem geschützten Veloständer aufbewahren und abschliessen. Jedoch ist es kein Problem, ein E-Bike auch bei Regenschauern zu benutzen. Alle elektronischen Komponenten sind wasserdicht und geschützt im Rahmen untergebracht. Bei einer dauerhaften Aufbewahrung im Freien kann jedoch früher oder später auch Wasser in die Elektronik sickern. Wenn es keine Möglichkeit zur Aufbewahrung in einem Innenraum gibt, sollte man sich eine Schutzhülle oder sonstige Abdeckung gegen Witterung besorgen.

Wird ein E-Bike im Winter nicht genutzt, ist der Akku vor Kälte und Nässe zu schützen. Er sollte vom E-Bike entfernt und bei Raumtemperatur gelagert werden.

Wird ein E-Bike im Winter genutzt, sollte nach jeder Fahrt Wasser und Schmutz im Bereich des Antriebs mit einem Tuch abgewischt werden. Das darin enthaltene Streusalz schadet den elektronischen Komponenten.

Was soll ich machen, wenn mein E-Bike starker Nässe ausgesetzt wurde?

Sämtliche mechanischen Komponenten sind bei einem E-Bike gleich zu behandeln wie bei einem normalen Velo. Das heisst, sie müssen sauber und trocken gehalten und regelmässig geschmiert werden für eine lange Lebensdauer.

Motoren von E-Bikes sind gegen normales Spritzwasser bei der Fahrt im Regen geschützt. Bei der Reinigung muss darauf geachtet werden, den Wasserstrahl nie direkt auf den Antrieb oder die Akkukontakte zu richten. Die Reinigung mittels Hochdruckreiniger ist zu unterlassen.

Besteht der Verdacht eines Wassereintritts in den Motor oder elektrische Kontakte, muss ein E-Bike-Fachhändler kontaktiert werden. Wichtig: Vom Motor sollten Sie die Finger lassen. Denn öffnet man die Motorenabdeckung, verfällt die Garantie des Herstellers.