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Velo-Navigation: Smartphone, GPS-Gerät oder E-Bike-Display?

Für die Velo-Navigation stehen heute drei Lösungen im Zentrum: das Smartphone mit Navi-App, ein GPS-Velocomputer oder die Navigation über das Display eines modernen E-Bikes.

In diesem Ratgeber erfährst du, welche Navigationslösung zu dir passt, worauf du beim Kauf achten solltest und mit welchen Apps du deine nächste Velotour planst.

Welches Navigationssystem passt zu mir?

Ein Smartphone reicht meist für Alltag und gelegentliche Ausflüge. Für lange Touren, schlechtes Wetter und regelmässiges Training ist ein GPS-Velocomputer die bessere Wahl. Moderne E-Bikes ermöglichen je nach System die Navigation direkt über das E-Bike-Display.

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Einsatz Empfehlung Vorteil
Alltag und kurze Wege Smartphone Bereits vorhanden und flexibel
Gelegentliche Touren Smartphone oder einfaches GPS-Gerät Günstiger Einstieg
Lange Tagestouren GPS-Velocomputer Akkulaufzeit und Wetterfestigkeit
Rennvelo und Training GPS-Velocomputer Navigation und Trainingsdaten
Gravel und Bikepacking GPS-Velocomputer mit Offline-Karten Zuverlässigkeit unterwegs
Mountainbike GPS-Velocomputer mit präziser Satellitenortung Orientierung auf kleinen Wegen
Modernes E-Bike E-Bike-Display oder Smartphone Integration ins Antriebssystem
Die Qual der Wahl: Welche Lösung passt zu dir?

Smartphone als Velo-Navi

Für kurze Fahrten und gelegentliche Touren ist das Smartphone oft die einfachste Lösung. Mit einer geeigneten App, einer stabilen Halterung und genügend Akku wird es schnell zum Velo-Navi. Passende Apps für die Navigation findest du weiter unten.

Vorteile

  • kein zusätzliches Gerät nötig
  • grosser Bildschirm
  • einfache Suche nach Adressen und Zielen
  • grosse Auswahl an Apps
  • Touren direkt planen und ändern

Nachteile

  • hoher Akkuverbrauch
  • schlechtere Ablesbarkeit bei Sonne
  • mögliche Überhitzung
  • eingeschränkte Bedienung bei Regen
  • höheres Schadensrisiko bei einem Sturz
  • Ablenkung durch Nachrichten

So befestigst du dein Smartphone am Velo

Damit du dein Smartphone sicher für die Navigation nutzen kannst, braucht es eine passende Befestigung. Welche Lösung am besten passt, hängt davon ab, wie häufig du navigierst, welches Smartphone du nutzt und wie direkt du es während der Fahrt im Blick haben möchtest. Wir stellen dir die beliebtesten Lösungen vor:

Smartphone-Hülle mit Halterung

Systeme wie Quad Lock kombinieren eine passende Smartphone-Hülle mit einer festen Halterung am Lenker oder Vorbau. Das Smartphone lässt sich schnell fixieren und wieder abnehmen und sitzt auch auf unebenen Strecken sicher.

Ideal für dich, wenn du: regelmässig mit dem Smartphone navigierst und eine stabile, komfortable Lösung suchst.

Universalhalterung zum Einklemmen

Bei Universalhalterungen wie dem Unifono oder der Kralle wird das Smartphone direkt in die Halterung eingespannt. Eine spezielle Hülle ist nicht nötig, wodurch sich die Lösung für unterschiedliche Smartphone-Modelle eignet. Je nach Modell kann das Einsetzen und Herausnehmen etwas aufwendiger sein und das Gerät bei der Fahrt über holprige Wege verrutschen.

Ideal für dich, wenn du: flexibel bleiben möchtest oder keine spezielle Smartphone-Hülle verwenden willst.

Oberrohrtasche mit Smartphone-Fach

Eine Oberrohrtasche wie die Hump Bag kombiniert die Navigation mit zusätzlichem Stauraum. Durch ein transparentes Sichtfenster bleibt das Smartphone während der Fahrt sichtbar und ist zudem geschützt. Die Bedienung durch das Sichtfenster kann jedoch eingeschränkt sein. Zudem sitzt das Smartphone weniger direkt im Blickfeld als am Lenker.

Ideal für dich, wenn du: zusätzlichen Stauraum möchtest und eine geschützte Lösung für längere Touren suchst.

Beeline Velo 2: die minimalistische Zwischenlösung

Das Beeline Velo 2 verbindet die Vorteile von Smartphone und Velocomputer. Die Route wird in der Beeline-App geplant, während das kompakte Gerät am Lenker nur die wichtigsten Informationen anzeigt: Abbiegehinweise, Richtung, Distanz, Geschwindigkeit und auf Wunsch das Höhenprofil. Das Smartphone bleibt dabei in der Tasche, muss aber per Bluetooth verbunden sein.

Statt einer detaillierten Karte setzt Beeline bewusst auf eine reduzierte Darstellung. Damit eignet sich das Velo 2 besonders für alle, die ein kleines, wetterfestes Navi ohne komplexe Trainingsfunktionen suchen.

Wichtig: Das Beeline Velo 2 ist kein vollständig eigenständiger GPS-Velocomputer wie viele Garmin- oder Wahoo-Geräte. Für die Navigation wird ein per Bluetooth verbundenes Smartphone benötigt.

Smartwatch

Auch Smartwatches können je nach Modell einfache Abbiegehinweise anzeigen, sind aufgrund des kleinen Displays aber eher eine Ergänzung als ein vollwertiger Ersatz.

GPS-Velocomputer

Ein GPS-Velocomputer ist speziell für den Einsatz auf dem Velo entwickelt. Er ist wetterfest, gut ablesbar und wird je nach Modell über Tasten, Touchscreen oder beides bedient.

Neben der Navigation zeichnen viele Geräte Geschwindigkeit, Distanz, Höhenmeter und Trainingsdaten auf.

Vorteile

  • gute Ablesbarkeit
  • wetterfeste Konstruktion
  • lange Akkulaufzeit
  • sichere Befestigung
  • Offline-Navigation
  • Verbindung mit Sensoren

Nachteile

  • zusätzliche Anschaffung
  • kleinerer Bildschirm als beim Smartphone
  • Unterschiede bei Karten, Bedienung und Neuberechnung (Komplexität)
Wetterfest und auch offline verfügbar: Ein GPS-Velocomputer

Diese Kriterien sind beim Kauf eines GPS-Velocomputers wichtig

 

Karten und Neuberechnung

Bei der Navigation kommt es nicht nur darauf an, dass dir eine Route angezeigt wird, sondern auch darauf, wie verständlich die Hinweise sind und wie das Gerät reagiert, wenn du von der Strecke abweichst.

Je nach Modell unterscheiden sich unter anderem:

  • Darstellung der Karte und Abbiegehinweise
  • automatische Neuberechnung
  • Rückführung auf die geplante Route
  • Navigation zurück zum Start
  • Import von GPX-Dateien
  • Verbindung mit Touren-Apps wie Komoot

Da sich diese Funktionen je nach Gerät unterschiedlich verhalten und online nicht immer direkt vergleichbar sind, lohnt sich bei Unsicherheit eine persönliche Beratung in einer Veloplus Filiale.

Satellitenortung

Moderne Geräte nutzen teilweise mehrere Satellitensysteme und Frequenzbänder. Multiband-GNSS verbessert die Genauigkeit besonders im Wald, in engen Tälern und zwischen hohen Gebäuden.

Akkulaufzeit

Die tatsächliche Laufzeit hängt von Displayhelligkeit, Satellitenmodus, Navigation, Sensoren und Temperatur ab. Einige GPS-Velocomputer sind zudem mit Solartechnologie ausgestattet und können ihre Akkulaufzeit bei ausreichender Sonneneinstrahlung zusätzlich verlängern.

Bedienung

Touchscreens erleichtern die Kartenbedienung. Tasten funktionieren häufig bei Regen und mit Handschuhen besser. Einige Geräte kombinieren beide Systeme.

Trainingsfunktionen

Wer strukturiert trainiert, sollte auf die Verbindung mit Herzfrequenzsensor, Leistungsmesser, Trittfrequenzsensor, Radar oder elektronischer Schaltung achten.

Navigation mit dem E-Bike

Bei modernen E-Bikes kann die Navigation über das Antriebssystem erfolgen. Die Route wird meist in einer Smartphone-App geplant und anschliessend auf dem E-Bike-Display dargestellt.

Vorteile

  • kein zusätzliches Navigationsgerät
  • Navigation und Fahrdaten auf einem Display
  • Stromversorgung über das E-Bike
  • einfache Integration ins vorhandene System

Bosch Smart System

Bei aktuellen Bosch-E-Bikes mit dem Smart System erfolgt die Navigation über die eBike Flow App. Kompatible Displays wie Kiox 300, Kiox 400C und Kiox 500 zeigen Route und Abbiegehinweise an.

Ältere Bosch-Systeme nutzen teilweise eBike Connect, Nyon oder frühere Kiox-Generationen.

Veloplus-Hinweis:
Entscheidend ist nicht nur das Display, sondern die Generation des gesamten E-Bike-Systems. Wir beraten dich gerne, um zusammen die passende Lösung für dich zu finden.

Sechs velotaugliche Navi-Apps für das Smartphone

Google-Maps-Karten stellen eine gute Ausgangslage dar und ermöglichen gerade in besiedelten Gebieten mit öffentlichen Strassen eine einfache Orientierung. Abseits der Strassen empfiehlt sich die Verwendung einer zusätzlichen App wie beispielsweise Komoot oder Outdooractive.

Eine gute Velo-Navi-App hilft dir nicht nur unterwegs. Sie unterstützt dich bereits bei der Planung und zeigt je nach Anbieter Untergrund, Höhenprofil, offizielle Routen, Sehenswürdigkeiten oder Sperrungen an. Empfehlenswert ist die Wahl einer App, welche auch eine Offline-Navigation ermöglicht. So kann sowohl das Datenvolumen als auch die Akkulaufzeit geschont werden. Gerade auf Biketouren in abgelegenen Gegenden ist ausserdem das Mobilnetz oft nicht gut ausgebaut, was eine korrekte Darstellung von reinen Online-Karten verhindert.

Welche App am besten passt, hängt davon ab, ob du eine direkte Alltagsroute, eine sportartspezifische Tour, eine offizielle Schweizer Veloroute oder eine topografisch genaue Karte suchst.

KOMOOT

Komoot ist ein vielseitiger Allrounder für die Planung und Navigation von Velotouren. Je nach Fahrstil lassen sich Routen für Rennvelo, Gravel, Mountainbike oder klassische Velotouren planen. Angaben zu Untergrund, Wegtypen und Höhenprofil helfen bei der Vorbereitung, während die Navigation unterwegs mit Abbiegehinweisen unterstützt. Besonders praktisch sind auch Offline-Karten und die grosse Auswahl an bestehenden Touren.

Geeignet für:
Allround-Touren, Rennvelo, Gravel, MTB und Freizeitfahrer:innen

 

GOOGLE MAPS

Google Maps eignet sich vor allem für unkomplizierte Fahrten von A nach B – etwa im Alltag, beim Pendeln oder in unbekannten Städten. Ziele, Adressen und interessante Orte lassen sich schnell finden und die Navigation ist einfach zu bedienen. Für längere Velotouren, Gravel- oder MTB-Routen fehlen jedoch spezifische Informationen zu Untergrund und Streckencharakter.

Geeignet für:
Alltag, Pendeln

SCHWEIZMOBIL

SchweizMobil ist die erste Adresse für alle, die auf dem offiziellen Schweizer Veloroutennetz unterwegs sein möchten. Nationale, regionale und lokale Routen sind übersichtlich dargestellt und mit wichtigen Informationen zur Strecke ergänzt. Mit SchweizMobil Plus lassen sich auch eigene Touren planen und offline speichern. Ideal für Velowandern, Mehrtagestouren und Ausflüge in der Schweiz.

Geeignet für:
Ferien, Mehrtagestouren und Schweizer Velorouten

OUTDOORACTIVE

Outdooractive ist eine umfassende Plattform für verschiedene Outdoor-Aktivitäten und bietet auch gute Möglichkeiten zur Planung von Velotouren. Routen lassen sich planen, speichern und offline nutzen, zudem steht eine grosse Auswahl an bestehenden Tourenvorschlägen zur Verfügung. Die App eignet sich besonders für alle, die neben dem Velofahren auch wandern oder andere Outdoor-Sportarten betreiben.

Geeignet für:
Personen, die verschiedene Outdoor-Sportarten betreiben

SWISSTOPO

Die swisstopo-App zeigt sämtliche Landeskarten vom Massstab 1:10 000 bis 1:1 Million.

Die swisstopo-App überzeugt vor allem mit ihren detaillierten und präzisen Schweizer Landeskarten. Sie eignet sich hervorragend, um Touren genau zu planen, Gelände und Höhenprofile zu beurteilen oder bestehende GPX-Routen zu überprüfen. Auch Velo- und Mountainbike-Routen von SchweizMobil sind integriert. Besonders für Gravel-, MTB- und alpine Touren ist swisstopo eine wertvolle Planungshilfe.

Geeignet für:
MTB, Gravel, alpine Touren und erfahrene Tourenplaner:innen

STRAVA

Strava richtet sich vor allem an sportlich orientierte Velofahrer:innen. Neben der Aufzeichnung und Analyse von Trainings können auch Routen geplant und besonders häufig befahrene Strecken über die Community-Daten entdeckt werden. Das macht Strava interessant für Rennvelo-, Gravel- und MTB-Fahrer:innen, die Navigation mit Trainingsdaten und sportlichem Austausch verbinden möchten. Die Navigation ist jedoch nicht die Kernkompetenz der App.

Geeignet für:
sportliche Rennvelo-, Gravel- und MTB-Fahrer:innen, zum Entdecken beliebter Strecken

«Wo soll die nächste Tour hingehen?»

Velotour planen und übertragen

Tourenplanung und Navigation müssen nicht auf demselben Gerät stattfinden.

Ein typischer Ablauf:

  1. Route in Komoot, SchweizMobil oder swisstopo planen.
  2. Strecke, Höhenprofil und Untergrund prüfen.
  3. Route speichern.
  4. Mit dem GPS-Gerät synchronisieren oder die GPX-Datei auf das Navigationsgerät übertragen.
  5. Vor der Tour prüfen, ob Route und Karten offline verfügbar sind.

 

Was ist eine GPX-Datei?

Eine GPX-Datei enthält geografische Punkte einer Route. Sie kann zwischen Apps, Tourenplattformen und Navigationsgeräten ausgetauscht werden.

 

Funktioniert GPS ohne Mobilfunkempfang?

Ja. Die Positionsbestimmung per GPS funktioniert ohne Mobilfunknetz. Karten und Routen müssen für die Offline-Nutzung jedoch vorher auf dem Smartphone oder GPS-Gerät gespeichert sein.

 

Route auf Garmin oder Wahoo übertragen

Viele Plattformen lassen sich direkt mit Garmin oder Wahoo verbinden. Alternativ kann die Route als GPX-Datei importiert werden.

Tourentipps von Veloplus-Mitarbeitenden

Von der Feierabendrunde bis zur ausgedehnten Tagestour: Veloplus-Mitarbeitende teilen auf Komoot regelmässig ihre persönlichen Lieblingstouren. Entdecke abwechslungsreiche Routen für Rennvelo, Gravel und Mountainbike und finde Inspiration für deine nächste Tour.

Kurze Pause vom Alltag in Basel

Diese Rundtour lässt sich wunderbar in den Alltag integrieren. Einfach aufs Rennvelo oder Gravelbike steigen, raus aus der Stadt und den Sommer geniessen. Auf knapp 42 Kilometern und rund 480 Höhenmetern erwartet dich eine abwechslungsreiche Runde. Plane dafür etwa zwei Stunden Fahrzeit ein. 

Scheidegg Tour

Diese Tagestour belohnt dich mit eindrücklichen Ausblicken, langen Abfahrten und der Möglichkeit für einen Sprung in den türkisblauen Brienzersee. Gleich zu Beginn geht es sportlich los: Rund 1300 Höhenmeter führen dich hinauf zur Kleinen Scheidegg. Danach warten Weitblick, Fahrtwind und Abfahrten, die richtig Freude machen. Insgesamt bist du knapp 80 Kilometer unterwegs und solltest über vier Stunden Fahrzeit einplanen. 

2-Seen-Runde Züri Oberland

Ein Sommerabend, dein Gravelbike und das Zürcher Oberland vor dir: Diese Runde führt über Schotter, Waldwege und Teerstrassen, vorbei an Wiesen, Wäldern und zwei Seen. Kurze Anstiege, leichte Trail-Abschnitte und abwechslungsreiche Untergründe machen die Tour spannend, ohne dass sie zu abgelegen wirkt. Und wenn du unterwegs eine Abkühlung brauchst, hast du gleich zwei Möglichkeiten für einen Badestopp.

Das Veloplus-Fazit

Welche Navigation zu dir passt, hängt von deinen Touren und Ansprüchen ab. Für Alltag und Freizeit ist das Smartphone mit Komoot und einer stabilen Halterung wie Quad Lock oft die einfachste Lösung. Für längere Touren, Training und umfangreiche Fahrdaten empfiehlt sich ein robustes GPS-Gerät mit langer Akkulaufzeit.

Du bist unsicher? Unsere Berater:innen helfen dir gerne, die passende Navigationslösung und Montage für dein Velo zu finden.

 

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