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Veloplus-Tipp #150

Funktion oder Stabilität - der geeignete Veloständer

Um das Velo sicher abstellen zu können, gibt es verschiedene Veloständer die Sie als Zubehör kaufen können. Neben verschiedenen Marken, Größen, Materialien und Farben gibt es aber auch drei verschiedene Ständertypen, die sich voneinander unterscheiden und auch ihre Vor- und Nachteile mit sich bringen. Wir erklären Ihnen nachfolgend, was es mit den verschiedenen Ständertypen auf sich hat.

Es gibt folgende Ständerarten: Seitenständer/Mittelbauständer, Hinterbauständer und Zweibeinständer. Die drei verschiedenen Arten an Veloständern werden an unterschiedlichen Stellen des Velos montiert und haben jeweils ihre Besonderheiten. Aber was sie alle drei beherrschen: Sie sorgen dafür, dass Sie das Fahrrad praktisch überall abstellen können, ohne es irgendwo anlehnen zu müssen.

Seitenständer

Der Name deutet es schon an. Diese Ständerart wird seitlich am Velo montiert. Der Seitenständer (oft auch Mittelbauständer genannt) wird am häufigsten eingesetzt und kann an Fahrrädern ganz leicht nachgerüstet oder ausgetauscht werden. Die Montage ist denkbar einfach und kann auch von Laien durchgeführt werden, da diese Ständerart in der Regel nur mit einer Schraube am Velorahmen befestigt wird. Der Seitenständer wird meist am Mittelbau hinter dem Tretlager mit einer Adapterplatte oder Gegenplatte angeschraubt. Dieser Veloständer wird mit dem Fuß bzw. Schuh mit einer Bewegung nach unten hinausgeklappt. Das Velo steht dann leicht auf die Seite gekippt. Durch entsprechende Drehung des Lenkers bzw. des Vorderrades kann der Stand eines leicht beladenen Fahrrades gut ausgeglichen werden. Für hohe Zuladung an Gewicht (Gepäck etc.) oder einen Kindersitz ist der Seitenständer allerdings nicht geeignet und kann verbiegen oder sogar brechen.

Hinterbauständer

Der Hinterbauständer wird an der unteren Rahmenstange (Kettenstrebe) des Hinterbaus am Velo montiert. Viele Velorahmen bieten schon eine entsprechende Ausbuchtung für die Aufnahme des Hinterbauständers. Diese Ständerart wird meist mit zwei Schrauben befestigt. Fehlt die gewünschte Aufnahme am Rahmen, so können Sie den Ständer auch mit einer Schelle montieren. Der Hinterbauständer ist deutlich stabiler als ein Seitenständer und kann aufgrund seiner Position, hinten am Bike, deutlich mehr Gewicht durch Gepäck auf dem Gepäckträger tragen und wird so auch spielend mit hoher Zuladung fertig. Mit einer Fußbewegung ist der Hinterbauständer schnell aus- und wieder eingeklappt.

Zweibeinständer

Der sogenannte Zweibeinständer (auch Doppelständer genannt) ist in erster Linie für hohe Zuladung und sehr sicheren Stand des Velos konzipiert. Diese Ständerart wird mittig, hinter dem Tretlager, unter dem Zweirad montiert. Wie der Name es schon andeutet, besitzt der Veloständer "zwei Beine". Diese sorgen für einen sicheren Stand, da das Rad beim Abstellen nicht mehr auf eine Seite kippt, sondern abgestellt weiterhin gerade steht, die beiden Beine das Gewicht gleichmäßig aufnehmen und so für einen sehr guten und sicheren Stand sorgen. Außerdem hebt der mittig montierte Zweibeinständer beim Ausklappen das Vorderrad leicht an. Das Fahrrad wird also, wie ein Motorroller "hochgebockt". Da das Rad beim Abstellen nicht mehr zu einer Seite gekippt wird, sondern gerade steht, ist dieser Ständer optimal für Velos mit Kindersitz am Lenker geeignet. Aber auch für sehr schweres Gepäck sind die Zweiradständer optimal geeignet. Der kleine Nachteil ist, dass Sie das Fahrrad mit etwas mehr Kraftaufwand in die "Parkposition" bringen müssen und nicht wie bei den beiden anderen Ständerarten den Ständer bequem mit dem Fuß ausklappen können. Oft werden auch die recht schweren E-Bikes mit einem stabilen Zweiradständer ausgestattet.