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Mit dem Velo durch die Nässe und Kälte - der passende Wetterschutz für jede Situation

Velofahren im Herbst und Winter macht Spass. Doch wer zu diesen Jahreszeiten mit dem Fahrrad pendelt, weiss: Dunkelheit, Kälte und Nässe gehören meist dazu. Wir zeigen Ihnen, wie Sie den Witterungsbedingungen problemlos und mit Vergnügen standhalten. Mit der richtigen Velobekleidung und passender Ausrüstung können Ihnen Regen und Kälte nichts anhaben.

Mit der GTX Paclite Regenjacke ist man nicht nur vor dem Wetter geschützt, sondern auch gut sichtbar im Strassenverkehr.

Gut geschützt und sichtbar für alle

Schlechtes Wetter gibt es nicht. Es gibt nur unpassende Ausrüstung. Velofahren im Regen ist an sich kein Problem. Damit die Velofahrt zur Arbeit auch an einem regnerischen Morgen zu einem Vergnügen wird, ist gute, wetterfeste Velobekleidung essenziell.

Allerdings: Neben dem Wetterschutz sollten Sie auch auf die Sichtbarkeit im Verkehr ein besonderes Augenmerk legen. Wir geben Ihnen die wichtigsten Fakten sowie unsere persönlichen Tipps und Empfehlungen für einen umfassenden Wetterschutz und Sichtbarkeit, damit Sie mit Ihrer Velobekleidung und Ausrüstung komfortabel und warm durch den Herbst und Winter kommen und das ganze Jahr Spass am Velofahren haben.

Drei Grundfunktionen – die richtige Regenbekleidung

Fahren Sie mit Vollgas durch eine Pfütze und lachen Sie dem Regen ins Gesicht. Wer richtig ausgerüstet auf den Herbst und Winter vorbereitet ist, muss keine Angst vor «schlechtem» Wetter haben. Gute Regenbekleidung für das Fahrrad muss drei Grundfunktionen erfüllen. Sie soll wasserdicht, winddicht und atmungsaktiv sein. Das klingt eigentlich simpel, ist in der Praxis aber nicht so einfach. Denn das Material und die Schichten müssen so aufgebaut sein, dass einerseits die Nässe und der Wind von aussen abgehalten werden, gleichzeitig aber auch die Feuchtigkeit von innen nach aussen transportiert wird. Insbesondere ist auch der Wetterschutz für die Füsse entscheidend. Wetterfeste Jacke und Hose nützen nicht viel, wenn man durch das Spritzwasser der Räder nach der ersten Pfütze nasse und kalte Füsse hat. Denn über die Füsse verliert man viel Wärme, wenn diese nicht isoliert und trocken sind.

Die Gore-Tex-Membran ist von aussen wind- und wasserdicht und gleichzeit auch atmungsaktiv, so dass die Feuchtigkeit von innen nach aussen transportiert wird.

Die wichtigsten Faktoren in Kürze

Bei Regenbekleidung sollte man verschiedene Faktoren berücksichtigen. Neben den drei Grundfunktionen (winddicht, wasserdicht und atmungsaktiv) sollten Sie auch auf den Abperleffekt, die Nähte und Reisverschlüsse sowie die Nachhaltigkeit der Produktion achten. Wir erklären Ihnen hier in Kürze die wichtigsten Aspekte, die Sie zu Regenbekleidung wissen und auf die Sie vor dem Kauf achten sollten.

Wasserdichtigkeit (Wassersäule)

Regenbekleidung sollte mehr als nur wasserabweisend sein. Nur wenn die Bekleidung wasserdicht ist, ist sie geeignet, um sich vor dem Wetter effektiv zu schützen. Die Wasserdichtigkeit eines laminierten oder beschichteten Gewebes wird anhand des Wasserdrucks (in Millimetern) gemessen, dem das Material standhalten kann, ohne Wasser durchzulassen. Dieser Wert wird als Wassersäule bezeichnet. Je höher die Zahl, desto besser die Wasserdichtigkeit. Als wasserdicht bezeichnet man ein Material bereits ab einer Wassersäule von 1300 mm. Bei Regenjacken sind Sie ab einer Wassersäule von ca. 10.000 mm auf der sicheren Seite und gewappnet für verschiedenste Outdooraktivitäten und längere Perioden im Regenschauer.

Nähte und Reisverschlüsse

Gut verarbeitete Nähte sind der Schlüssel zum Erfolg eines wasserdichten Kleidungsstückes, da dort das Wasser am ehesten eindringen könnte. Um dies zu verhindern, werden die Nähte mit Hilfe eines Tapes abgedichtet oder verklebt (Bonding). Je nach Verfahren wird dies mit Heissluft, Laser oder Ultraschall erreicht. Auch Reissverschlüsse sind ein entscheidendes Element. Deshalb sind sie oft spritzwasserfest, d.h., es kommt kein Wasser durch, oder sie werden durch einen Übertritt verdeckt, der den Regen abhält. Ein Untertritt kann ebenfalls als Schutz vor Wind und Wasser dienen.

Abperleffekt

Der Abperleffekt sorgt dafür, dass die Regentropfen von der Stoffoberfläche abperlen, dass sich das Gewebe also nicht mit Wasser vollsaugt. Dazu ist der Oberstoff mit einer DWR-Ausrüstung (Durable Water Repellent) versehen, was auf Deutsch „dauerhaft wasserabweisend“ bedeutet. Achtung: Die DWR Imprägnierung lässt das Wasser lediglich abperlen. Einem Stark- oder Dauerregen kann auch eine Imprägnierung nicht standhalten. Durch vermehrtes Waschen und den häufigen Einsatz der Bekleidung im Regen nützt sich die DWR-Ausrüstung mit der Zeit ab. Durch eine neue Imprägnierung kann sie jedoch wieder aufgefrischt werden (mehr dazu beim Abschnitt zur Pflege von Regenbekleidung).

Nachhaltigkeit

Immer mehr Hersteller bemühen sich bei der DWR-Ausrüstung, die für den Abperleffekt verantwortlich ist, auf umweltschädigende Chemikalien zu verzichten und ohne Fluorcarbon (PFC) auszukommen. Das Problem von PFC ist, dass die Chemikalien bei der Herstellung, beim Tragen, Waschen und Entsorgen von Regenbekleidung in die Umwelt gelangen und sich dort in Organismen anreichern können. Immer mehr Hersteller benutzen deshalb Membranen und/oder Oberstoffe aus recycelten Materialien ohne PFC. Wer seine Regenbekleidung gut pflegt und dadurch lange einsetzen kann, trägt natürlich auch zur Nachhaltigkeit bei.

    Atmungsaktivität

    Regenbekleidung für das Fahrrad sollte atmungsaktiv sein, da man bei sportlichen Aktivitäten ins Schwitzen kommt und es wichtig ist, dass die Feuchtigkeit vom Körper nach aussen transportiert wird. Atmungsaktivität wird in der Regel mit dem MVTR-Wert oder dem RET-Wert angegeben. Der MVTR-Wert (Wasserdampfdurchlässigkeit) gibt die Atmungsaktivität anhand der Wasserdampfmenge an, die innerhalb von 24 Stunden durch 1m² Textil entweichen kann. Der RET-Wert (Wasserdampfwiderstand) bezeichnet den Widerstand, den ein Textil dem Wasserdampf entgegensetzt. Je niedriger der Widerstand, desto atmungsaktiver das Material.

Ab wann ist Regenbekleidung atmungsaktiv?

Ein guter Richtwert für die Atmungsaktivität sind beim MVTR-Wert 10.000 g/m²/24h und beim RET 13 oder tiefer. In unserem Sortiment entsprechen alle Regenbekleidungsprodukte mindestens den hier angegebenen Richtwerten. Wer jedoch oft sehr sportlich unterwegs ist, sollte tendenziell nach Bekleidung Ausschau halten, deren Werte noch höher (bzw. beim RET-Wert tiefer) als die empfohlenen Richtwerte liegen, da mehr Feuchtigkeit nach aussen transportiert werden muss. Als besonders atmungsaktiv spricht man beispielsweise bei einem RET Wert unter 3 (RET < 3) und einem MVTR-Wert von 15.000 bis 40.000g/m²/24h.

Aufbau von Regenbekleidung

Die Auswahl atmungsaktiver Regenjacken und -hosen ist gross. Bei Regenbekleidung unterscheidet man nebst den Membranen auch die Anzahl Lagen. Die Konstruktion aus verschiedenen Lagen wird Laminat genannt. Jedes Laminat hat seinen eigenen Einsatzbereich. Vor dem Kauf von Regenbekleidung sollten Sie sich überlegen, für welchen Einsatzbereich Sie die Regenbekleidung brauchen.

Regenjacken unterscheiden sich je nach Einsatzbereich in der Anzahl und dem Aufbau der Schichten.

3-Lagen-Laminat – die robusten Allrounder

Die Membran liegt zwischen Obermaterial und Futter. Die drei Schichten werden zu einer einzigen Schicht laminiert, die beidseitig einen textilen Griff aufweist und deshalb sehr angenehm zu tragen ist. Da die Schichten fest miteinander verbunden sind, kann keine Reibung dazwischen entstehen. Auch ist das Laminat sehr stabil. Trotz der robusten Konstruktion sind die Kleidungsstücke in der Regel leicht und klein verpackbar. Die Bekleidung eignet sich für alle Fahrten im Regen und entfaltet seine Wirkung vor allem im Pendleralltag, auf ausgedehnten Velotouren oder auf dem Mountainbike.

2.5-Lagen-Laminat – das extra kleine Packmass

Die Membran ist einseitig auf das Obermaterial laminiert. Eine dünne Beschichtung auf der Innenseite schützt die Membran vor Beschädigungen. Je nach Material, das für die Beschichtung verwendet wird, fühlt sich diese nicht besonders angenehm an, wenn sie direkt auf der Haut liegt. Die Bekleidung ist sehr leicht und lässt sich äusserst klein verpacken. Aus diesem Grund kann sie problemlos mitgenommen werden und eignet sich als Notregenschutz auf Velotouren und Rennvelofahrten.

2-Lagen-Laminat - Passend im Alltagseinsatz

Die Membran ist einseitig mit dem Obermaterial verbunden und bildet so ein zweilagiges Laminat. Das Futter, das oft aus Mesh-Material besteht, hängt lose im Innern des Kleidungsstückes und schützt die Membran. Wegen des zusätzlichen Futterstoffes ist das Kleidungsstück zwar angenehm zu tragen, aber diese Konstruktion fällt meistens etwas schwerer aus als die der anderen Laminattypen und ist deshalb vor allem bei Alltagsmodellen zu finden. Es handelt sich dabei meistens um klassische Regenjacken mit hohem Tragekomfort.

Geschützt von Kopf bis Fuss – weiteres Zubehör für den Schutz vor Regen und Kälte

Wie zu Beginn erwähnt, sollte für den idealen Wetterschutz neben der richtigen Velo-Regenjacke und -Hose auch weiteres Zubehör berücksichtigt werden. Veloplus bietet Ihnen verschiedenste Produkte für zusätzlichen Wetterschutz von Kopf bis Fuss an.

Der Wetterschutz für Hände und Füsse mit wetterfesten Handschuhen und Schuhüberzügen ist entscheidend für den Rundumschutz.

Regenponchos: Ein Regenponcho ist die perfekte Lösung wenn es schnell und einfach sein soll. In Sekundenschnelle ist der Poncho übergezogen und bereit für den Einsatz im Regen. Ein weiterer Vorteil des Ponchos ist, dass auch ein Rucksack darunter vor dem Regen geschützt wird. Durch das leichte Material kann ein Poncho nach Gebrauch auf ein sehr kleines Packmass zusammengerollt und verstaut werden. Optimal für den Einsatz im Alltag.

Helmüberzüge: Wer auf eine leichte Veloregenjacke ohne Kapuze setzt, kann sich zum Schutz von oben einen Helmüberzug zulegen. Helmüberzüge können ganz einfach über den Helm gestülpt werden und schützen so den Kopf vor dem Regen. Im Winter lohnt sich ausserdem auch eine Helmmütze unter dem Velohelm.

Handschuhe: Ein nicht zu vernachlässigendes Thema im Herbst und Winter ist vor allem auch der Schutz vor Kälte für die Hände. Veloplus hat verschiedene wetterfeste Velohandschuhe im Sortiment. Ein Must-have für den Rundumschutz vor den Elementen. Achten Sie auch bei Handschuhen darauf, dass das Material wasser- und winddicht ist. Bei trockenem Wetter eignen sich auch Softshellhandschuhe. Diese sind warm, winddicht und wasserabweisend und tragen sich sehr angenehm. Bei starkem Regen wird das Softshell-Material aber schnell feucht und es lohnt sich eher ein wasserdichter Handschuh, der beispielsweise über eine Gore-Tex-Membran verfügt. Achten Sie beim Kauf darauf, dass nicht alle Langfingerhandschuhe auch Winterhandschuhe, mit wetterfestem Material sind. Viele Handschuhe im Mountainbike-Bereich beispielsweise sind zwar ebenfalls Langfingerhandschuhe, jedoch haben Sie kein isolierendes Material und sind nicht wasser- und winddicht und wurden für den Sommer entwickelt.

Socken und Schuhe: Wer bei einer Fahrt im Regen keine kalten, nassen Füsse bekommen will, sollte auf gute, wasserfeste Socken und Veloschuhe setzen. Denn guter Wetterschutz geht von Kopf bis Fuss. Unverzichtbar sind bei Fahrten durch starken Regen auch zusätzliche Überschuhe (mehr dazu bei der Winterbekleidung). Denn auch wenn Sie ein Schutzblech am Hinterrad haben, können Sie durch das Spritzwasser von den Rädern nasse Füsse bekommen ohne einen geeigneten Schutz.

Der richtige Schnitt und die Passform

Neben dem Aufbau, den Schichten und den verschiedenen Eigenschaften der Regenbekleidung, ist beim Fahrradfahren der Schnitt und die Passform der Bekleidung entscheidend. Gut zu wissen: Regenbekleidung für das Velo ist nicht dasselbe wie «normale Regenbekleidung».

Regenbekleidung, die sich zum Radfahren eignet, ist so geschnitten, dass der Schutz in der Position auf dem Fahrrad optimal ist. Aus diesem Grund sind Jacken hinten länger geschnitten als vorne, weisen etwas längere Ärmel auf und bieten im Rückenbereich etwas mehr Stoff als universelle Regenjacken.

Das sollten Sie beachten beim Anziehen von Regenbekleidung:

Produktmanagerin Barbara Pfister zeigt, worauf man beim Anziehen von Regenbekleidung achten muss.

Bei Hosen liegt die hintere Bundnaht meist relativ hoch, damit der untere Rücken auch in der Fahrradposition bedeckt ist und die Beine fallen oft länger aus. Nicht alle Fahrradregenjacken weisen Kapuzen auf. Oft wird ein Regenschutz im Kopfbereich auch durch einen Helmüberzug erreicht. Je nach Schnitt kann eine Kapuze über oder unter dem Helm getragen werden. Regenbekleidung soll anliegend sein, damit der Stoff bei Abfahrten nicht allzu stark flattert. Allerdings soll das Material auch nicht zu sehr spannen, da die Membran sonst möglicherweise überdehnt wird und dadurch nicht mehr komplett wasserdicht ist.

Beim Kauf von Velobekleidung allgemein und insbesondere von Regenbekleidung empfehlen wir, bei der Anprobe immer auch die Fahrradposition einzunehmen. Dies kann in unseren Läden ganz einfach mit dem Sattelbock gemacht werden. Zusammenfassend hier noch eine Überblicksgrafik, auf was bei der Anprobe und vor der Fahrt geachtet werden sollte. Rot markiert sind die Aspekte, die vor dem Kauf wichtig sind, blau markiert die Punkte, die Sie vor dem Losfahren beachten sollten.

Das müssen Sie vor dem Kauf und der Fahrt beachten:

Pflegetipps für Regenbekleidung

Regenbekleidung benötigt sachgemässe Pflege. Durch salzhaltige Luft, Schweiss oder Fette, wie zum Beispiel Sonnencreme, kann die Funktion der Membran beeinträchtigt werden. Deswegen wird eine regelmässige Reinigung mit speziellem Waschmittel empfohlen. Um zu prüfen, ob eure Regenbekleidung eine neue Imprägnierung benötigt, könnt ihr ein paar Wassertropfen von Hand auf die Regenjacke oder Hose spritzen und das Abperlverhalten beobachten. Wird der Tropfen aufgesaugt, ist es Zeit für eine neue Reinigung und Imprägnierung.

Vermeiden Sie das Waschen von Regenbekleidung mit einem herkömmlichen Waschmittel oder mit Weichspüler. Dies kann die Imprägnierung nachhaltig beschädigen. Für das Waschen und Imprägnieren von Regenbekleidung gibt es speziell entwickelte Textilpflegeprodukte. Durch das Waschen und die anschliessende Imprägnierung wird das Abperlverhalten aufgefrischt und die Atmungsaktivität der Regenbekleidung verbessert. Mittels Wärmezufuhr wird die Imprägnierung optimiert. Im Video gibt euch unsere Produktmanagerin Barbara Pfister Tipps auf was man beim Imprägnieren und Waschen von Regenbekleidung achten sollte.

Unsere Produktmanagerin Barbara Pfister erklärt, wie man Regenbekleidung richtig waschen und imprägnieren sollte.

Veloplus-Kompetenz – der Härtetest für Regenbekleidung im Monsunlabor

Veloplus hat im Bereich der Regenbekleidung unter unserem Veloplus Swiss Design Label bereits verschiedene Eigenprodukte, wie beispielsweise die Monsun Regenjacken und -hosen oder die Veloplus Regenponchos entwickelt. Für den Test unserer Eigenprodukte haben wir das Monsunlabor entwickelt – eine Regenkammer als ultimativer Härtetest. Denn ob Regenbekleidung auch wirklich wasserdicht ist, stellt man erst fest, wenn man damit im Regen unterwegs ist. Im Monsun-Labor ist es möglich, Regenbekleidung zu testen, und zwar unter den widrigsten Bedingungen: Das Wasser prasselt gleichzeitig aus sieben Brausen nieder, während ein Riesenventilator eine Windgeschwindigkeit von 30 Stundenkilometern simuliert, und dabei tritt die Testperson auf dem fixierten Fahrrad kräftig in die Pedale. Wenn es so stark regnet, merkt man schnell, ob der Stoff und die Nähte wasserdicht sind.

Das Veloplus-Monsunlabor ist der Geburtsort von verschiedenen Eigenprodukten wie beispielsweise den Monsun Regenjacken und -hosen.

Fazit der Veloplus-Expertin

Barbara Pfister ist Produktmanagerin bei Veloplus und verantwortlich für den gesamten Textilbereich und das Bekleidungssortiment von Veloplus. Sie war mitbeteiligt bei der Produktentwicklung von verschiedenen Veloplus-Eigenprodukten im Bereich Regenbekleidung.

«Gute Regenbekleidung muss viele Bedingungen erfüllen: Sie soll nicht nur wasser- und winddicht, sondern gleichzeitig auch atmungsaktiv sein. Entscheidend sind auch Passform und Verarbeitung, muss Regenbekleidung doch so geschnitten sein, dass sie in fahrender Position optimal schützt und man sich darin gut bewegen kann. Gleichzeitig soll auch der Feuchtigkeitstransport bei körperlicher Anstrengung und unter Einfluss des Fahrtwinds gewährleistet sein.»

Zu den Regenbekleidungs-Produkten von Veloplus

Warm durch den Winter mit der richtigen Winterbekleidung

Velofahren macht auch im Winter Spass! Warum sollten Sie auf das beste Transportmittel und Hobby verzichten, nur weil es ein bisschen kälter und nässer ist? Es gibt doch nichts Schöneres, als mit einem wohlig warmen Gefühl durch die Kälte zu pedalieren und einzig am kondensierenden Atem zu spüren, wie kalt es wirklich ist.

Grundvoraussetzung dafür ist nur, dass die Bekleidung der Witterung und den Temperaturen angepasst wird. Bei der Regenbekleidung haben wir gesehen, dass der Aufbau und die Struktur der Bekleidung für den Feuchtigkeitsaustausch sehr wichtig sind. Dies gilt nicht nur für die äusserste Bekleidungsschicht, also die Regen- oder Winterjacke, sondern auch für das gesamte Outfit. Die Rede ist hier vom sogenannten Zwiebelprinzip, bei dem für bessere Isolationswerte verschiedene Kleidungsschichten übereinander getragen werden.

Mit der richtigen Ausrüstung macht Velofahren im Schneegestöber richtig Spass.

Das Zwiebelprinzip – perfekte Isolation dank verschiedener Schichten

Sobald die Temperaturen in der Übergangszeit vom Herbst zum Winter noch tiefer fallen, braucht es definitiv mehrere Schichten. Durch das Zwiebelprinzip bilden sich zwischen den einzelnen Kleidungsschichten wärmende Luftpolster, sodass der Körper auch bei Minustemperaturen warm bleibt.

Eine perfekt atmungsaktive, qualitativ hochwertige Winter- oder Regenjacke bringt niemals den gewünschten Effekt, wenn diese nicht auch auf die unteren Bekleidungsschichten abgestimmt ist. Es ist deshalb wichtig, darauf zu achten, dass sich die Funktionen der einzelnen Schichten unterstützen und sich nicht gegenseitig beeinträchtigen.

Das Zwiebelprinzip hat in der Übergangszeit zudem den Vorteil, dass Sie gezielt auf die möglicherweise rasch wechselnden Temperaturen reagieren können, indem Sie während der Fahrt etwas aus- und später wieder anziehen können. Die «Zwiebel» teilt sich auf in drei Schichten: die Funktionswäsche (1), die Isolationsschicht (2) und den Wetterschutz (3). Hier ein Überblick, welche Funktionen diese drei Schichten erfüllen sollten.

Diese Funktionen erfüllen die drei Schichten beim Zwiebelprinzip:

Material und Funktionen von Winterbekleidung

Winterbekleidung besteht oft aus synthetischen Materialien wie Polyester oder Polyamid, die wenig Feuchtigkeit aufnehmen und diese rasch nach aussen leiten. Zudem ist das Material leicht, schnelltrocknend und auch in nassem Zustand reiss- und scheuerfest. Für optimale Funktion werden oft verschiedene Materialien miteinander zu Mischgewebe kombiniert. Von den natürlichen Fasern hat sich im Sportbereich vor allem die Merinowolle durchgesetzt.

Windstopper – optimaler Windschutz

Im Winter und in der Übergangszeit ist ein guter Windschutz oft ausreichend und daher fast wichtiger als ein Regenschutz. Soll ein Kleidungsstück winddicht sein, wird eine Membran verwendet. Die bekannteste ist die Windstopper-Membran von Gore-Tex bzw. Gore-Tex Infinium. Die Windstopper-Membran ist oft in Softshell-Bekleidung zu finden. Die ursprüngliche Idee davon ist eine Kombination von äusserer und mittlerer Schicht. Aus diesem Grund ist Softshell-Bekleidung im Winter innen mit einem fleece-ähnlichen Material versehen oder zumindest aufgeraut. Da die Nähte in der Regel nicht getaped sind, ersetzt zwar Softshell-Bekleidung nicht die Regenbekleidung, aber im Winter reicht dies als Wetterschutz oft aus.

Primaloft – maximale Isolation

Daune ist zwar ein wunderbares Isolationsmaterial, neigt aber leider dazu, in nassem Zustand zu verklumpen. Aus diesem Grund wird bei Sportbekleidung oft Kunstdaune verwendet. Primaloft, das aus Polyester hergestellt wird, ist die bekannteste davon. Da die Fasern stark komprimierbar sind, lassen sich Kleidungsstücke mit Primaloft-Wattierung meistens sehr platzsparend verpacken und somit gut transportieren.

Merinowolle – funktionelle Naturfaser

Merinowolle wärmt, wenn es kühl ist und kühlt, wenn es warm wird. Die Wollfaser kann in ihrem Inneren Wasserdampf bis zu einem Drittel ihres Trockengewichts aufnehmen, ohne sich nass anzufühlen. Und selbst wenn sie nass ist, fühlt sie sich nicht kalt an. Sie gibt gespeicherte Feuchtigkeit langsam wieder ab und reguliert so das Körperklima. Bekleidung aus Merinowolle eignet sich bestens als erste und zweite Schicht. Die Wolle nimmt Schmutz schlecht an und entwickelt auch nach längerem Tragen kaum unangenehme Schweissgerüche und eignet sich daher auch für Mehrtagestouren.

Zwiebelprinzip – auch bei den Füssen

Auch auf die Füsse kann das Zwiebelprinzip angewendet werden. Die Kombination von isolierenden, wind- oder wasserdichten Socken, passendem Schuhwerk und Überschuhen schützt Ihre Füsse bei allen klimatischen Bedingungen. Auf das sollten Sie achten beim Zwiebelprinzip für die Füsse.

So sind Ihre Füsse optimal vor dem Wetter geschützt:

Veloplus-Kompetenz – Velofahren in der Kälte

Das Pendant zum Monsun-Labor, in dem wir Regenbekleidung testen, ist unsere Kältekammer für den Test von Winterbekleidung. So lässt sich beispielsweise Thermobekleidung auf einem Fahrrad unter realistischen Bedingungen testen: In der Kältekammer herrschen tiefe Temperaturen im Bereich von 4 bis 6 Grad und ein Ventilator simuliert zusätzlich einen Fahrtwind von 20 km/h. Damit sich der Test nicht nur auf die persönliche Empfindung abstützt, lassen sich die Resultate auch mit einer Wärmebildkamera darstellen. So zeichnet diese selbst kleinste Wärmeabstrahlungen auf und es entstehen aussagekräftige Thermografie-Aufnahmen.

Produktmanagerin Barbara Pfister testet in der Kältekammer Winterbekleidung und Funktionswäsche.

Fazit der Veloplus-Expertin

Barbara Pfister ist Produktmanagerin bei Veloplus und verantwortlich für den gesamten Textilbereich und das Bekleidungssortiment von Veloplus. Sie war mitbeteiligt bei der Produktentwicklung von verschiedenen Veloplus-Eigenprodukten im Bereich Winterbekleidung wie beispielsweise der Beam Handschuhkollektion von Veloplus Swiss Design.

«Im Winter und in der Übergangszeit ist eine sorgfältige Wahl der Bekleidung besonders wichtig. Wenn man mit verschiedenen Schichten arbeitet, kann die Bekleidung während der Fahrt flexibel an die wechselnden Bedingungen angepasst werden.»

Machen Sie sich sichtbar mit reflektierenden Produkten

Mit dem Herbst kommt auch die Dunkelheit am Morgen und Abend. Für alle Velofahrenden wird es spätestens jetzt Zeit, sich sichtbar zu machen. Denn Velofahrende werden aufgrund ihrer schmalen Silhouette schlechter wahrgenommen als motorisierte Verkehrsteilnehmer. Wir zeigen Ihnen, wie Sie sich mit wenigen Accessoires sichtbar machen und für mehr Sicherheit sorgen können.

Reflektierende Produkte gibt es von Kopf bis Fuss, wie beispielsweise reflektierende Handschuhe, Schuh- und Helmüberzüge oder auch reflektierende Ausrüstungsobjekte wie ein Velohelm, Rucksack oder Velotasche.

Energieautarke Signalgeber

Sichtbarkeit beruht nicht nur auf einer guten Velobeleuchtung. Auch energieautarke Signalgeber, also Signalgeber, die ohne eigene Energiequelle einen Rückstrahleffekt erzeugen, können die Sichtbarkeit massgeblich steigern. Die Rede ist hier von Reflektoren. Diese werfen Licht in die gleiche Richtung zurück, aus der es eintrifft. Sie leuchten nicht aktiv und benötigen daher weder Batterien noch Akkus. In einem Video demonstriert Veloplus, welchen Effekt Reflektoren und Beleuchtung auf die Sichtbarkeit im Strassenverkehr haben.

Sehen Sie sich an, wie ein Velo aus der Perspektive von einem Auto wahrgenommen wird und welchen Effekt Reflektoren und die Velobeleuchtung auf die Sichtbarkeit haben.

Das reflektierte Licht eines Scheinwerfers beispielsweise, wird aus über 300 Metern Distanz von anderen Verkehrsteilnehmenden wahrgenommen. Ohne Reflektor verringert sich die Distanz auf unter 40 Meter, bis ein Scheinwerfer ein Objekt oder eine Person beleuchtet und sichtbar macht. Achten Sie daher beim Kauf auf Produkte mit Reflektoren. Diese sind oft diskret als Design-Elemente angebracht. So werden sie bei Tag kaum bemerkt, entfalten jedoch bei Dunkelheit ihre volle Wirkung. Kleidungsstücke, Schuhe, Rucksäcke, Taschen und viele weitere Accessoires sind mit solchen Rückstrahlern ausgestattet. Reflektoren alleine genügen jedoch nicht und eine Velobeleuchtung ist Pflicht. Das Gesetz schreibt vor, dass ein Fahrrad mit einem ruhenden Front- und Rücklicht ausgestattet sein muss.

Achten Sie darauf, dass Sie nicht nur auf der äussersten Schicht reflektierende Elemente tragen. Wenn Sie beispielsweise nur eine reflektierende Jacke dabei haben und diese ausziehen, weil Ihnen zu warm ist, fällt der reflektierende Effekt weg.

Reflektierende Produkte wie beispielsweise die Reflect 360+ Regenjacke (im Bild), werden bereits auf sehr weite Distanzen wahrgenommen.

Bewegte Reflektoren und gesetzliche Vorschriften

Bewegte reflektierende Elemente sind besonders gut sichtbar. Daher wirken Reflektoren an Speichen, Pedalen und Hosenklammern besonders effizient. Gewisse Reflektoren am Velo sind auch bei Tag gesetzlich vorgeschrieben. So sind beispielsweise gelbe Reflektoren an den Pedalen Pflicht, ausser es handelt sich um Rennrad- oder Sicherheitspedalen.

Reflektierendes Material wird in unterschiedlicher Qualität produziert. So ist die Leuchtstärke massiv verschieden. Es lohnt sich der Kauf von Premium-Reflektoren aus 3M-Material, da die Sichtbarkeit dadurch deutlich verbessert wird. Die reflektierende Wirkung kann nicht bemerkt werden, wenn sich der Betrachter ausserhalb der Lichtquelle aufhält. Wer Reflektoren testen will, bewerkstelligt dies am besten mit einer am Kopf getragenen Stirnlampe und stellt das Prüfstück in einigen Metern Entfernung auf. Reflektoren machen sichtbar und minimieren so das Unfallrisiko bei Fahrten in der Dämmerung und bei Dunkelheit, da sich die Verkehrsteilnehmenden in den entscheidenden Sekunden früher wahrnehmen.

Lichttest im Wald - welches Licht eignet sich für Ihren Einsatzbereich?

Neben reflektierenden Produkten ist der Hauptfaktor für gute Sichtbarkeit die richtige Fahrradbeleuchtung. In unserem grossen Beleuchtungstest haben wir im Wald verschiedenste Velolichter auf die Probe gestellt. Erfahren Sie hier alles zu unserem Lichttest und finden Sie heraus, welche Beleuchtung Sie für ihren Anwendungsbereich benötigen.

Zum Blogbeitrag Lichttest

Haben Sie noch Fragen?

Individuelle Vorlieben spielen eine wichtige Rolle bei der Wahl der richtigen Ausrüstung. Gerne beraten wir Sie persönlich in einem der 10 Veloplus-Läden. Bereits jetzt finde Sie eine grosse Auswahl an Herbst- und Winterbekleidung sowie Velobeleuchtung in unseren Filialen.